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Montag, 10. August 2026
Teneriffa

Teneriffa testet Teide-Ausbruch – gleich zweimal: Das ist geplant

Teneriffa probt den Ernstfall: Sollte der Teide ausbrechen, müssen alle Handgriffe sitzen. Deshalb wird ein klarer Fahrplan entwickelt.
Das Wichtigste in Kürze:
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  • Teneriffas Inselverwaltung kündigte zwei große Übungen für einen möglichen Ausbruch des Teide an.
  • Am 22. Oktober spielt Guía de Isora im Süden der Insel eine Massenevakuierung durch.
  • Im November prüft La Laguna, ob sich das Unesco-Kulturerbe der Stadt rechtzeitig schützen lässt.
Unsere Mitglieder sehen hier eine praktische Zusammenfassung

Der Teide wird aktiver. Auch wenn die Wissenschaft gebetsmühlenartig betont, dass der höchste Berg Spaniens zwar deutlich stärker denn je rumort, ein Ausbruch jedoch nicht kurzfristig zu erwarten sei, heißt es im Nachsatz stets: noch nicht. Früher oder später, so bestätigte es auch der Chef des Nationalen geographischen Instituts (IGN) auf den Kanaren, Itahiza Domínguez, werde der Teide ausbrechen.

Dieser Ernstfall wird zwar nicht konkreter, doch die jüngsten Erdbebenschwärme unter dem aktiven Vulkan erinnern Teneriffas Politik und Notfallversorgung daran, ihn trainieren zu müssen. Ein erster Test im vergangenen Jahr endete mit der Erkenntnis, dass Training wichtig sei und bislang nicht jeder Handgriff sitzt (mehr dazu am Text-Ende).

Um für einen Vulkanausbruch am Teide gewappnet zu sein, sollen daher weitere Übungen folgen. Aus diesem Grund kündigte Teneriffas Inselverwaltung nun zwei große Tests an:

Teide-Ausbruch: Teneriffa testet den Ernstfall

Den Anfang macht dabei die Region um Guía de Isora im Süden Teneriffas. In der Gemeinde geht es um die Katastrophenschutz-Protokolle. Der von Umwelt- und Notfall-Ministerin Blanca Pérez geleitete Bereich soll zeigen, dass aus den Übungen in Garachico im Vorjahr konkrete Verbesserungen abgeleitet wurden.



Am 22. Oktober wird daher eine Massen-Evakuierung durchgespielt. Ziel sei es, zu überprüfen, ob die Rettungstrupps in der Lage sind, den Notfallplan umzusetzen und Hunderte Menschen binnen kürzester Zeit in Sicherheit zu bringen.

La Laguna bangt um historisches Erbe

In La Laguna solle dann im November getestet werde, ob auch Kulturgut geschützt und wichtige Utensilien aus der zum Unesco-Kulturerbe zählenden Stadt in Sicherheit gebracht werden können. Dazu zählen unter anderem Kunstwerke und bewegliche Architektur-Fragmente.

Der für die Evakuierungen verantwortliche Iván Martín sagte, solche Übungen seien der Schlüssel zu perfekten Abläufen im Ernstfall. Es sei wichtig, aus den Notfallübungen konkrete Verbesserungen abzuleiten. Die zuständigen Ministerien betonten unterdessen erneut, dass es sich um ein rein hypothetisches Szenario handle und ein Ausbruch des Teide ausdrücklich nicht kurz bevorstehe.

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