Siam Park auf Teneriffa – Der ultimative Test


16 Attraktionen, eine top gepflegte Anlage, dutzende Lifeguards und vor allem Adrenalin pur: Der Siam Park in Costa Adeje auf Teneriffa ist der größte Wasserpark Europas. Teneriffa News hat das riesige Spaßbad getestet und – um es vorweg zu nehmen – war begeistert. Ein Erfahrungsbericht:

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Anfahrt

Die Anlage im Süden Teneriffas liegt direkt an der Autobahn TF1. Für Besucher aus den umliegenden Hotels gibt es sogar Bus-Shuttle-Services. Alle anderen Gäste können problemlos mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder dem Auto anreisen. Parkplätze sind vorhanden.

Überraschung am Eingang

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Direkt am Eingang wartet ein großes Seelöwenbecken auf die Gäste. Dem Besucher wird hier direkt verdeutlicht, dass der Park mehr ist als ein Freibad. Das Motto lautet „klotzen statt kleckern“. Wer die Seelöwen passiert hat und die Umkleiden sucht, versteht, wie solche Attraktionen finanziert werden: Einen Wermutstropfen stellt nämlich die zusätzlich zum Eintritt verlangte Gebühr für ein (ausdrücklich empfohlenes) Schließfach dar. Doch ist diese Hürde genommen, steht dem Badespaß nichts mehr im Wege:

„Mai Thai River“ (Note: 3-)

An dieser Stelle trennen sich gemütliche Badegäste und Rutschenfanatiker, denn die erste Attraktion, der „Mai Thai River“, lässt es gemütlich angehen. Auf Einer- und Zweierreifen geht es einmal im Kreis durch die Anlage. Der Strom ist gemütlich bis langsam. Positiv: Im Winter hilft der „Mai Thai River“ dabei, sich an die verglichen mit dem Sommer kühle Wassertemperatur zu gewöhnen. Wir legen den Slogan des Parks, „The Waterkingdom“, zugrunde und vergeben als Note für diese Attraktion aufgrund der sehr langsamen Fließgeschwindigkeit und der fehlenden Abwechslung eine 3-.

„Mekong Rapids“ (Note: 3+)

Im westlichen Teil des Parks liegen die „Mekong Rapids“. Die Anlage simuliert ein Wildwasser Rafting. Im runden Vierer-Boot geht es eine kurvenreiche Strecke den Hang hinab. Wer bis hierhin noch nicht nass war, ist nun vollends im Park angekommen. Als „Appetizer“ ist diese Attraktion perfekt, doch es geht noch besser!

„The Giant“ (Note: 3)

Ebenfalls für Einsteiger in den Park gut geeignet ist der „Giant“. Vom Start weg führt der Weg in einen überdimensionalen Trichter. Dort geht es einige Runden im Kreis, bevor der Einer- oder Zweier-Ring in die Mitte des Trichters gesogen wird. Meist heißt es dann: rückwärts in ordentlichem Tempo in Richtung Auslaufbecken.

Alle Attraktionen im Bild:
Fotos: Das ist der Siam Park auf TeneriffaSiam Park Wasserrutsche Tower of Power Splash

„Tower of Power“ (Note: 1-)

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Gleich nebenan liegt die prominenteste Attraktion des Parks, der „Tower of Power“. Die Turborutsche verspricht auf 28 nahezu senkrecht zu überwindenden Höhenmetern ein Gefühl der Schwerelosigkeit. Viele der wagemutigen Besucher treten nach einem Blick vom Plateu sogleich wieder den Rückweg an. Doch wer sich traut, wird nicht enttäuscht.

Bei Geschwindigkeiten von bis zu 80 km/h schießt der Adrenalinpegel in Sekundenbruchteilen in ungeahnte Höhen. Während aufgrund der Geschwindigkeit und dem Spritzwasser viele Besucher die Augen schließen, empfehlen wir einen Blick nach oben, sobald sich die Waagerechte einstellt: Zum Schluss des Abenteuers führt der Weg nämlich mit Höchstgeschwindigkeit in einer Plexiglasröhre durch ein riesiges Haifischbecken.

Spätestens nach diesem Abschnitt stellt sich bei jedem Abenteurer ein breites Grinsen ein. Leichte Punktabzüge gibt es hier nur, da im Sommer lange Wartezeiten in Kauf genommen werden müssen und der ganze Spaß im Vergleich dazu sehr schnell vorüber ist. Ein Video vom „Tower of Power“ finden Sie hier.

Der „Dragon“ (Note: 2+)

Wenige Meter weiter wartet die nächste Hauptattraktion des Siam Park. Wer einmal vom „Dragon“ verschluckt wurde, kommt wieder. Denn die High-Speed-Rutsche ist nicht nur das aktuelle Symbol des Wasserparks. Sie ist für den Besucher auch eine echte Herausforderung. In einem Vierer-Reifen geht es zunächst steil abwärts. Durch einen dunklen Tunnel werden die Besucher schließlich bei hohem Tempo in einen liegenden Trichter geleitet. Dreimal geht es hin und her die Wand hinauf und wieder hinab, wobei sich für einen kurzen Moment sogar das Gefühl der Schwerelosigkeit einstellt. Dann saugt der Wasserstrom den Reifen weiter in Richtung Auslaufbecken.

Der „Volcano“ (Note: 2)

Wer an eine zweite Runde im Drachen denkt, muss sich – wieder oben angekommen – entscheiden, denn direkt neben dem Startbereich wartet der Vulkan. Der „Volcano“ wirkt ein bisschen wie der kleine Bruder des „Dragon“. Die Besucher werden ebenfalls bei hoher Geschwindigkeit im Dunklen hin und her geschleudert. Einzige Unterschiede: Die Geschwindigkeit ist leicht geringer und anstelle des Auf und Ab in einem Trichter geht es hier einige Runden im Kreis herum. Dafür wartet eine kleine Lasershow im Innern der Attraktion.

„Jungle Snakes“ (Note: 3+)

Nur auf den ersten Blick langweilig wirken die „Jungle Snakes“. Die Schlangen, vier an der Zahl, wurden in eine Art Mini-Dschungel hineingebaut. Auch hier geht es im Einer- oder Zweierreifen bergab. Für ein „normales Schwimmbad“ wäre die Dschungel-Schlange ein wahres Highlight, im Siam Park geht sie bei all den größeren Attraktionen jedoch fast ein bisschen unter. Dennoch hat sie einen hohen Spaßfaktor. Wir empfehlen: auf jeden Fall ausprobieren!

„Naga Racer“ (Note: 3)

Bereits im Norden des Parks angekommen, wartet der „Naga Racer“. Er ist exakt so aufgebaut wie die bekannten Teppichrutschen auf der Kirmes. Über sechs Bahnen geht es auf Wassermatten nebeneinander bergab. Besonders bei den kleineren Gästen sind die „fliegenden Teppiche“ sehr beliebt.

„The Lost City“ (unbenotet)

Die „verlorene Stadt“ ist ein riesiger Wasserspielplatz. Ein überdimensionaler Wassereimer wird regelmäßig befüllt und dann über den Köpfen der Besucher ausgeschüttet. Zudem gibt es Spritzen, Minirutschen sowie allerlei Wasserspielzeug und Klettermöglichkeiten. Die „Lost City“ ist für Kinder ausgelegt und konnte daher von uns nicht ausprobiert und benotet werden. Unzufriedene Besucher der „Lost City“ konnten wir aber nicht ausmachen. Ganz im Gegenteil: der Spaßfaktor scheint riesig zu sein!

Alle Attraktionen im Bild:
Fotos: Das ist der Siam Park auf TeneriffaSiam Park Wasserrutsche Tower of Power Splash

Der „Siam Beach“ (Note: 2)

Der „Siam Beach“ schmiegt sich an die riesige Wellenanlage des Parks an. Sie ist weltweit die größte ihrer Art und simuliert bis zu 40 verschiedene Wellenarten. Entsprechend hoch steht sie bei Surfern im Kurs. Doch vor allem Badegäste können den „Siam Beach“ in vollen Zügen genießen. Er ist wie ein echter Strand angelegt. Vom Sand aus ist das Wasser zunächst sehr seicht. Kinder können hier gefahrenlos planschen. Wer schwimmen oder im Rhythmus von 20 Minuten das Wellenschauspiel erleben möchte, kommt nach einigen Schritten im tieferen Wasser voll auf seine Kosten.

„Kinnaree“ (Note: 1)

Unser absoluter Liebling ist eine der vergleichsweise jungen Attraktionen des Parks: Der „Kinnaree„, erst im Jahr 2012 eröffnet, vereint die besten Eigenschaften anderer Wasserrutschen des Siam Park. Im Vierer-Ring geht es zunächst steil bergab. Dann folgt unmittelbar ein Trichter, der stark an den des „Dragon“ erinnert. Er ist zwar etwas kleiner, dafür ist die Geschwindigkeit jedoch höher. Sobald die Strömung den Ring wieder in die Rutsche zerrt, geht es nach einigen Kurven erneut steil bergab. Der so gesammelte Schwung katapultiert den Ring in eine Freiluft-Riesenwelle ohne „Überrollschutz“. Auf der 200 Meter langen Turborutsche werden damit nicht nur verschiedene Elemente geschickt miteinander kombiniert, sondern auch 25 Höhenmeter spannend überwunden. Uns ist „Kinnaree“ eine glatte Eins wert!

„Sawasdee“ (unbenotet)

Ebenfalls verhältnismäßig neu ist „Sawasdee“. Dabei handelt es sich um einen Wasserspielplatz für die kleinsten Gäste. Aufgrund der Bestimmungen dürfen die meisten Rutschen erst ab 1,10 bzw. 1,25 Metern Körpergröße betreten werden. Der Park reagierte auf die Enttäuschung vieler Kinder und schuf neben der „verlorenen Stadt“ in „Sawasdee“ einen weiteren Wasserspielplatz zum Toben, Rutschen und Entdecken. Eine sehr gute Investition!

Sicherheit (Note 1)

In Puncto Sicherheit setzt der Siam Park Maßstäbe. An jeder Rutsche, im Wellenbad und an allen weiteren potenziellen Gefahrenstellen stehen Rettungsschwimmer. Sogar im eigentlich harmlosen „Mai Thai River“ stehen in regelmäßigen Abständen Bademeister und überwachen freundlich und unauffällig das Geschehen. Der Gast fühlt sich davon nicht gestört, sondern erlebt vielmehr ein intuitives Gefühl der Sicherheit.

Essen & trinken (Note: 2)

Ein eigenes Picknick ist im Siam Park verboten. Was für viele Besucher zunächst so wirkt, als wolle man selber überteuerte Speisen und Getränke an den Mann bringen, entpuppt sich schnell als typisch touristisches Vorurteil. Denn der Siam Park ist zu jeder Tageszeit absolut sauber. Ungeziefer gibt es nicht. Und mit dem Picknick-Verbot möchten die Parkbetreiber dafür sorgen, dass dies auch so bleibt. Im Gegenzug sind die Preise für Speisen und Getränke an den verschiedenen Pavillons und Snack-Bars für Vergnügungspark-Verhältnisse entsprechend moderat. Angeboten werden verschiedene Getränke, Snacks und warme Speisen.

Eintritt und Preise (Note: 2-)

Der Eintritt zum Siam Park wirkt auf den ersten Blick sehr teuer. 33 Euro (Kinder bis bis elf Jahre zahlen 22 Euro) sind für viele Touristen zunächst eine Hürde. Doch das Angebot – besonders unter Berücksichtigung der zahlreichen Bademeister und der großen, äußerst unauffälligen Reinigungsmannschaft – relativiert den Preis. Lediglich die Extrakosten für Schließfächer zerren die Gesamtnote ein Stück nach unten. Dafür ist der „Second Visit“, der zweite Besuch, wiederum vergleichsweise günstig: Wer sich noch vor Verlassen des Parks dazu entscheidet, innerhalb von 14 Tagen zurück zu kommen, zahlt für diesen Besuch den rabattierten Eintrittspreis von 16 Euro.

Fazit

Der Siam Park trägt seinen Zusatz „The Waterkingdom“ zurecht. An einem Tag im größten Wasserpark Europas kommt die ganze Familie auf ihre Kosten. Besucher aller Altersklassen finden Möglichkeiten, kurzweilige Stunden zu verbringen. Zudem sorgen zahlreiche entzerrte Sonnenliegen, der Strand und die Bars für ruhige Momente zwischen den Adrenalinschüben. Für das Team von Teneriffa-News ist der Siam Park definitiv ein Muss für jeden Teneriffa-Besucher.

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Siam Park Eintritt – Das kostet der Tag im Spaßbad Siam Park Eintritt – Das kostet der Tag im Spaßbad

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