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Riesiges Waffen- und Drogen-Kartell auf Teneriffa hochgenommen

Sie waren international tätig - und wurden von internationalen Ermittlern hochgenommen. Tonnenweise Drogen und Waffen wurden beschlagnahmt.

Von Johannes Bornewasser – letzte Änderung: – Lesedauer: 2 Minuten – 0 Leserkommentare bei Teneriffa News

600.000 Euro Bargeld, 16 Fahrzeuge, fünf Boote, zwei Tonnen Drogen, jede Menge Waffen und weitere Güter im Wert von zwei Millionen Euro sind auf Teneriffa sichergestellt worden. Internationale Ermittler von Europol, der us-amerikanischen DEA sowie der Guardia Civil und der Steuerbehörde auf Teneriffa waren an dem Einsatz beteiligt.

Den Ermittlern gelang durch eine grenzübergreifende Zusammenarbeit ein riesiger Schlag gegen das organisierte Verbrechen. Im Rahmen der Operation „Silbo“ wurden bereits 34 Personen festgenommen. Und die Ermittlungen nach Hinterleuten und Drahtziehern gehen weiter.

Die vom Untersuchungsgericht in Santa Cruz de Tenerife geleiteten Ermittlungen führten die Beamten zu einem Labor für die Verarbeitung und die Streckung von Kokain. Entdeckt wurde die Drogenküche in El Escobonal im Westen Teneriffas. Und dort fanden die Beamten weit mehr.

Teneriffa als Dreh- und Angelpunkt internationaler Banden

Im Rahmen der Durchsuchung konnte ein 42-Jähriger festgenommen werden, dem zur Last gelegt wird, der Chef der Bande zu sein. Dem Mann gehören unter anderem ein Restaurant in Caletillas sowie verschiedene Unternehmen im Ausland.

Das so entstandene Netzwerk soll auch die Drogenbande genutzt haben. Durch die Unternehmen konnten Waren und Gelder über die Landesgrenzen hinaus weitergeleitet werden. Unter anderem die Schiffe zum Austausch von Waren sollen für Drogen aus Südamerika genutzt worden sein.

Drogenbande Teneriffa Guardia Civil Drogen

Bei Razzien wurden tonnenweise Drogen und Material zu deren Herstellung beschlagnahmt. Foto: Guardia Civil

Die Ermittler können der Bande inzwischen verschiedene Lieferungen nachweisen. So sollen beispielsweise im Januar 2024 mehr als 500 Kilo Kokain geschmuggelt worden sein, im Dezember folgten demnach 1600 weitere Kilo. Das Ziel sei beide Male Teneriffas Hauptstadt gewesen. Zudem seien Haschisch-Lieferungen von Marokko nach Großbritannien organisiert worden.

Die Ermittler deckten inzwischen ein System zur Geldwäsche auf, in das Immobilien, Restaurants und eine Autovermietung involviert waren. Auch die Drogen seien mit den Fahrzeugen transportiert worden. In einem der Wagen fanden die Ermittler 66 Kilo verarbeitetes Koks.

Internationale Anti-Drogen-Ermittlungen enden auf den Kanaren

Das Netzwerk soll besonders brutal vorgegangen sein. So hätten die Mitglieder eine Art militärische Ausbildung erhalten und agierten mit der klaren Anweisung, im Notfall stets bis aufs Äußerste zu gehen. Entsprechend konnten bald auch Waffen-Geschäfte ins Portfolio aufgenommen werden.

Die Ermittlung mehrerer Behörden verschiedener Länder ist Teil eines Projekts mit dem Titel „GDIN“ der EU-Kommission. Dabei arbeitet die spanische Guardia Civil unter anderem mit Europol und der Drug Enforcement Administration in den USA zusammen.


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Johannes Bornewasser

Johannes Bornewasser ist Gründer und Herausgeber der Teneriffa News. Er hat zudem die redaktionelle Verantwortung inne. Zum Autorenprofil von .

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