Ein Hai hat auf Teneriffa für Aufsehen gesorgt. Plötzlich verließen Badegäste am Strand von Las Vistas das Wasser. Denn ein Makohai wurde gesichtet. Hunderte Menschen filmten das Tier von der Wasserlinie aus. Mehrere Männer versuchten derweil, den Hai wieder in den Atlantik zu ziehen.
Der kanarische Meeresbiologe Pablo Martín wertete die Aufnahmen jetzt noch einmal in Ruhe aus. Der Hai hatte demnach keine offensichtlichen Verletzungen, wohl aber eine große Narbe oberhalb der rechten Kiemen.
„Das Seltsame war, ihn so nah an der Küste zu sehen. Es könnte ein natürlicher Grund gewesen sein, obwohl er wahrscheinlich ein inneres Problem hatte“, sagt der Biologe. Obwohl die Menschen den Hai schließlich zurück ins Meer ziehen konnten, verstarb das Tier wenig später. Und nun wurde er ohne Zähne aufgefunden:
Teneriffa: Gestrandeter Hai hat eine Zähne mehr
Martín sagt dazu: „Es gibt Menschen, die zu allem fähig sind.“ Der Meeresbiologen und Social-Media-Star sagt, er habe gehofft, dass „sich etwas ändert“. Doch leider lösche „die industrielle Flotte weiterhin ganze Populationen“ aus.
Auch wenn Martín damit vornehmlich andere Länder und Regionen meint, gehört auch Spanien zu den größten Hai-Jägern der Welt. Zur Beute der Industrie gehören auch Mako-Haie. Das wiederum bedroht deren Population, die bereits auf der „Roten Liste“ der vom Aussterben bedrohten Arten steht.
Vor Teneriffa zu Hause: Makohai ist schnellster Hai der Welt
Der Makohai wird bis zu vier Meter lang und 590 Kilo schwer. In der Spitze erreicht er Geschwindigkeiten von bis zu 50 Kilometern pro Stunde, was ihn zum schnellsten Hai der Welt macht. Damit kann er Jagd auf Thunfische und andere große Beutetiere machen.
Rund um die Kanarischen Inseln leben ganzjährig rund 50 Hai-Arten. Zu den häufigsten dort anzutreffenden Gattungen gehören der Engelhai, der Hammerhai und der Schildzahnhai.
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Auf Teneriffa gestrandeter Hai ist tot: „Menschen sind zu allem fähig“
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