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Samstag, 15. August 2026
Kanaren

Kanaren: Das bedingungslose Tourismus-Wachstum ist vorbei

Der Kanaren-Tourismus hat im Juli nur um 0,3 Prozent zugelegt. Eine Insel verlor sogar Urlauber. Trotzdem ist ein genauer Blick wichtig.
Das Wichtigste in Kürze:
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  • Die Kanaren zählten im Juli 1,27 Millionen ausländische Ankünfte und damit 0,3 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.
  • Von Januar bis Juli sanken die Ankünfte auf 9,21 Millionen und lagen 0,7 Prozent unter dem Vorjahreszeitraum.
  • Teneriffa verlor 3,2 Prozent der ausländischen Fluggäste, während Gran Canaria um 4,8 Prozent zulegte.
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Teneriffa hat im Juli 3,2 Prozent weniger ausländische Fluggäste begrüßt. Auf Gran Canaria stieg die Zahl im selben Monat um 4,8 Prozent. Für die Kanaren insgesamt registrierte das Statistikamt Istac 1,27 Millionen Ankünfte aus dem Ausland. Das waren 0,3 Prozent mehr als zuvor.

Trotz des zwar geringeren Zuwachses markierte der Juli den höchsten Wert überhaupt. Seit 2004 lag die Zahl in diesem Monat nie höher. Im Vorjahresmonat waren es gerundet ebenfalls 1,27 Millionen Ankünfte, jedoch absolut etwa 3700 Touristen weniger. Gegenüber Januar 2004, dem Beginn der Datenaufzeichnung, liegt das Niveau jetzt 48 Prozent höher.

Der saisonale Sprung fiel kräftig aus: Von Juni auf Juli kletterten die Ankünfte von 1,07 auf 1,27 Millionen – ein Zuwachs von fast 19 Prozent. Die Bilanz der ersten sieben Monate zeigt dagegen in die andere Richtung, was ein Ende des bedingungslosen Wachstumskurses nahelegt.

Kanaren liegen nach sieben Monaten im Minus

Von Januar bis Juli summierten sich die Ankünfte auf 9,21 Millionen. Das waren 0,7 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Damit liegen die Kanaren im Jahresvergleich nach den ersten sieben Monaten im Minus. Auch der Juni verlief schwächer: Die Istac-Zahlen zeigen, dass 1,1 Millionen ausländische Touristen auf die Kanaren kamen. Das waren 2,7 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.



Als Erklärung für das Ausbleiben von Gästen aus Deutschland galt zuletzt das Preisniveau. Der Rückgang deutscher Urlauber auf den Kanaren fiel mit Preisen zusammen, die im Vergleich zur Vorpandemiezeit zwischen 25 und 50 Prozent gestiegen sind.

Zugleich ordnen Beobachter weniger Besucher als Entlastung ein. Zuvor klagten zahlreiche Anwohner über volle Straßen und Verdrängungseffekte. Auch eine Anti-Massentourismus-Bewegung war zwischenzeitlich das Ergebnis des bedingungslosen Wachstumskurses.

Im amtlichen Register der kanarischen Tourismusbehörde stehen mit Stand Samstag 72.559 Ferienunterkünfte mit zusammen 308.389 Gästebetten. Auf Teneriffa steht der Umbau des Flughafens Teneriffa Süd bevor. Gran Canarias Flughafen ist im spanischen Flughafen-Ranking zuletzt deutlich aufgestiegen. Auch wenn das Wachstum also gedämpft wurde, so bereiten die Kanaren aktuell vieles dafür vor, um vorerst Ziel für Massen- und Pauschaltourismus zu bleiben.

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