Mehr spanische Urlauber haben im Juni auf den Kanaren Ferien gemacht. Dennoch bleiben die Hotels vergleichsweise leerer. Laut dem kanarischen Statistikamt ISTAC reisten 194.543 Gäste vom spanischen Festland an. Das waren 2,5 Prozent mehr als im gleichen Monat des Vorjahres. Zugleich sank die Hotelauslastung auf den Kanaren auf zwei Drittel.
Im Vergleich zum Juni des Vorjahres sank die Auslastung damit von 66,7 um 3,3 Prozentpunkte. Allerdings zeigt sich bei spanischen Kanaren-Urlaubern ein klarer Trend: Lanzarote verzeichnete im Jahresvergleich ein Plus von 15,3 Prozent, das bedeutete den mit Abstand größten Zuwachs.
Auf Teneriffa hingegen gingen die spanischen Ankünfte im Juni um 2,8 Prozent zurück, während Gran Canaria ein Plus von 2,3 Prozent verbuchte. Fuerteventura legte um 4 Prozent zu, La Palma sogar um 22,6 Prozent, dabei allerdings absolut deutlich geringer. Trotz des erfolgreichen Juni bleibt der Halbjahresvergleich damit im Minus.
Kanaren-Tourismus meldet Halbjahres-Minus
Von Januar bis Juni registrierte das ISTAC 891.459 spanische Touristen auf den Kanaren, also einen Rückgang von 3,8 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres. Der Zuwachs im Sommer reichte also nicht, um das schwächere Frühjahr auszugleichen.
Auch die Zahl ausländischer Gäste ging zurück: Im Juni erreichten 1,07 Millionen Fluggäste aus dem Ausland die Kanaren, ein Minus von 3,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Der Rückgang bei den ausländischen Ankünften erklärte einen Teil der geringeren Hotelauslastung. Spanische Gäste füllten die Lücke jedoch nur teilweise.
Auch die Auslastung entwickelte sich je nach Insel unterschiedlich: La Palma verzeichnete den stärksten Zuwachs mit einem Plus von 15,8 Prozentpunkten. Zusätzlich zu den herkömmlichen Hotels gibt es ein umfangreiches Angebot privater Unterkünfte: Nach heutigem Stand sind auf den Kanaren 72.650 Ferienunterkünfte im amtlichen Register eingetragen.
















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