Ein Erdbeben der Stärke 2,2 hat am Freitag die Region vor El Hierro getroffen. Das Epizentrum lag in 31 Kilometern Tiefe. Erfasst wurde der Erdstoß vom spanischen Nationalen Geographischen Institut (IGN). Die Instrumente meldeten die Erschütterung um 5.04 Uhr. Das Euro-Mediterranean Seismological Centre (EMSC) bestätigte die Messdaten.
Rund um die westlichste Kanaren-Insel gab es in den vergangenen Wochen mehrere Erdstöße. Ende August erfasste das IGN nahe El Hierro eine Erschütterung der Stärke 2,5. Zudem hatte es mehrere Erdbeben vor Teneriffa gegeben. Auch am Untersee-Vulkan Enmedio zwischen Teneriffa und Gran Canaria meldeten die IGN-Forscher ein Beben.
Das IGN registrierte binnen 30 Tagen 69 Erdbeben in der Region der Kanaren. Das waren durchschnittlich 2,3 Beben pro Tag. In den zurückliegenden sieben Tagen kamen 16 Erdstöße hinzu, was ebenfalls im Rahmen blieb. Im Mittel erreichten die Erdbeben vor den Kanaren eine Stärke von 2,0. Der Erdstoß nahe El Hierro lag leicht darüber. Die Aufmerksamkeit der Fachleute richtet sich derzeit allerdings auf einen anderen Punkt des Archipels.
Teneriffa probt den Ernstfall am Teide
Rund um den Teide registrierten Fachleute zuletzt zunehmende seismische Aktivität. Die Inselverwaltung von Teneriffa kündigte in der Folge zwei Notfallübungen für das Szenario eines Vulkanausbruchs an. Dabei sollen in Guía de Isora und in La Laguna verschiedene Notfälle getestet werden. Unter dem Nebenvulkan Pico Viejo hatten Forscher zuvor eine Magma-Kammer mit zunehmender Aktivität nahe dem Teide nachgewiesen.
Die Kanarischen Inseln sind vulkanischen Ursprungs. Schwache Erdbewegungen gehören dort zum Alltag. Das IGN und das Vulkanologische Institut der Kanaren (INVOLCAN) überwachen die Seismik der Inseln fortlaufend. Eine Häufung kleiner Beben bedeutet nach Einschätzung der Seismologen und Geologen daher auch nicht automatisch eine erhöhte Gefahr. Dennoch beobachten die Fachleute sie genau.
















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