Gleich mehrere Erdbeben erschüttern den Bereich vor der Nordküste Teneriffas. Seit Mittwochnachmittag wurden etwa 30 Kilometer nördlich von Punta del Hidalgo bereits zehn Erdbeben registriert. Die stärkste Erschütterung erreichte die Stärke 3,6.
Ab einer Magnitude von 3 sind Erdbeben für den Menschen zu spüren. Der erste Erdstoß erreichte diese Stärke, ein weiterer kurze Zeit später sogar einen Wert von 3,6. Seither hat sich der Bereich im Norden der größten Kanaren-Insel nicht beruhigt. Die Forscher des Nationalen Geographischen Instituts IGN meldeten bis Donnerstag zehn Erdbeben in derselben Region.
Um 17.57 Uhr bebte die Erde a Mittwoch erstmals. Teneriffa News berichtete als erstes über das Beben. Schon eine Stunde später waren es drei Erdbeben. Inzwischen bestätigte das IGN die Herkunft der Stöße.
Erdbeben vor Teneriffa «sind tektonisch»
Laut IGN ist «häufige Seismizität» in diesem Gebiet eher selten, doch «ab und zu gab es dort bereits früher ein Erdbeben», sagte der IGN-Direktor auf den Kanarischen Inseln, Iahiza Domínguez. «Die gesamte Region der Kanarischen Inseln ist von Zeit zu Zeit anfällig für Erdbeben», fügte der Wissenschaftler an.
Rund um das Anaga-Gebirge spürten Anwohner mindestens zwei der Erdbeben. Die Behörden registrierten mehrere besorgte Anrufe. Die Behörden wiederum warteten auf die Einschätzung des IGN. Von dort heißt es: «Es sieht so aus, als seien die Erdbeben tektonischen Ursprungs.» Mit anderen Worten: Die Erschütterungen wurden nach Expertenmeinung durch die plötzliche Entlastung von Spannungen der Erdkruste ausgelöst. Weltweit gelten etwa neun von zehn Erdbeben als tektonisch ausgelöst.
Insbesondere auf und vor Teneriffa werden Erdstöße oft mit dem Teide in Verbindung gebracht. Der höchste Berg Spaniens ist ein weiterhin aktiver Vulkan. Unter dem Teide wurden zuletzt zahlreiche Erdbebenschwärme gemeldet. Laut IGN hat die jüngste Episode jedoch «keinen Bezug zu dieser vulkanischen Erdbebenaktivität».















«Schon zehn Erdbeben vor Teneriffa - IGN: ‹Sie sind tektonisch›»
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