27 Gebiete auf Teneriffa gelten ab sofort als offiziell von Überschwemmungen gefährdet. Bisher galt das für acht Regionen der größten Kanaren-Insel. Damit hat sich das Hochwasserrisiko bezogen auf die betroffenen Gemeinden in etwa verdreifacht.
Historisch gelten insbesondere Küstenregionen auf den Kanaren als potenziell betroffen. Ein Beispiel ist Icod de los Vinos. Der historische Ort im Norden Teneriffas wird bei Unwettern mit hohen Wellen regelmäßig von der Seeseite her überflutet. Die Wellen erreichen dann die unten liegenden Teile der Stadt.
Das Update der Hochwassergebiete zeigt jedoch eine wachsende weitere Gefahr: Hochwasser, das durch Starkregen ausgelöst wird. So nennt die neu veröffentlichte Karte jetzt 27 Gebiete, die ein «signifikantes Potenzial für Hochwasser» durch über die Ufer tretende Flüsse und Barrancos haben, wie die im Alltag meist trockenen Flussbetten genannt werden, die nach Starkregen das Wasser hinunter zum Meer leiten und dabei reißende Ströme erzeugen können. Wir haben uns angesehen, wo diese liegen:
Hier sieht Teneriffa neues Hochwasser-Potenzial
Auf der Hochwasserkarte ist dieser signifikante Anstieg des Risikos durch Überschwemmungen nach Starkregen in den Bergen neu. Ende März wurde beispielsweise in Puerto de la Cruz sichtbar, was diese Art von Niederschlag auslösen kann (mehr dazu unten).
Nicht alle Gemeinden sind neu hinzugekommen. In einigen von ihnen wurden die Hochwassergebiete lediglich erweitert. Diese neuen Gebiete gelten aktuell als Vorschlag. Für sie ist ein Planungszeitraum zwischen 2027 und 2033 eingeräumt worden. In dieser Zeit sollen Wege gefunden werden, das Risiko zu mindern, beispielsweise durch gezielte Umbauten. Außerdem gilt der Plan als Unterlage für Neubaugebiete. Sind Bauvorhaben in Risikogebieten geplant, sollen diese hinterfragt oder geschützt werden.
Neue Hochwasserkarte für Teneriffa
Der bisherige Plan stammt aus dem Jahr 2014. Fünf Jahre später gab es ein Update, das die Gebiete jedoch nicht signifikant veränderte. Erst jetzt flossen Erkenntnisse ein, die zu dem deutlichen Aufstocken der Risikogebiete führten. Basis waren Überschwemmungen zwischen 2018 und 2023 und aktuelle Berechnungen, wie sich ähnliche Ereignisse künftig auswirken könnten.
Die neuen Risikogebiete liegen hauptsächlich im Norden, doch es gibt auch potenzielle Gefahrenzonen im Süden Teneriffas:
Neues Überschwemmungsrisiko wird im Norden Teneriffas gesehen in:
- Garachico
- Icod de los Vinos
- La Guancha
- La Laguna
- La Orotava
- Los Realejos
- Los Silos
- Santa Cruz de Tenerife
- Tegueste
Neues Überschwemmungsrisiko wird im Süden Teneriffas gesehen in:
- Arona
- Candelaria
- Granadilla de Abona
- Guía de Isora
- Santiago del Teide
Die neuen Risikokarten zeigen potenzielle Überschwemmungsgebiete. Sie basieren auf Berechnungen. Das bedeutet nicht, dass dort Hochwasser entstehen muss. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Gebiete früher oder später betroffen sind, gilt jedoch als hoch.
















«Teneriffa verdreifacht Hochwasser-Risikogebiete: Hier droht Gefahr»
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