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Mittwoch, 26. August 2026
Kanaren

Kanaren: Teurer Wohnraum treibt mehr Anwohner in Hypotheken

Knapp ein Drittel mehr Hypotheken wurden zuletzt auf den Kanaren registriert. Teurer Wohnraum treibt mehr Anwohner in den Hauskauf.
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  • Das Statistikamt ISTAC registrierte auf den Kanaren im Juni 2118 neue Hypotheken und damit 29,3 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.
  • Der Immobilienpreisindex lag zuletzt bei 178,5 Punkten und stieg damit um elf Prozent gegenüber dem Vorjahr.
  • Steigende Mieten, hohe Grundkosten und steigende Immobilienpreise treiben viele Familien auf den Inseln in den kreditfinanzierten Immobilienkauf.
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Auf den Kanaren sind im Juni deutlich mehr neue Hypotheken abgeschlossen worden als ein Jahr zuvor. Das Statistikamt ISTAC registrierte 2118 neu eingetragene Immobilienkredite. Das war ein Anstieg um 29,3 Prozent.

Gleichzeitig ist Wohnraum unbeirrt teuer. Im bisher letzten erhobenen Quartal erreichte der Immobilienpreisindex (IPV) des Statistikamts 178,5 Punkte und lag damit elf Prozent über dem Vorjahreswert. Die Quadratmeterpreise auf den Kanaren erreichen Monat für Monat neue Höchststände.

Bereits seit Jahren werden auf den Kanaren große Teile der Immobilienkäufe finanziert. So wurden beispielsweise in den ersten acht Monaten des Jahres 2022 von den Banken der Kanaren 10.341 Hypotheken vergeben, damals wurde jeder zweite Hauskauf auf den Kanaren über ein Bankdarlehen abgewickelt. Die Nachfrage kam dabei allerdings nicht nur von Käufern, die ihren Wohnsitz auf den Inseln hatten.

Ausländisches Kapital beflügelt Immobilienmarkt der Kanaren

Auch jetzt ist weiterhin Geld aus dem Ausland mit daran beteiligt, dass der Immobilien-Markt weiteren Anschub verzeichnet. Die somit gestiegene Nachfrage sorgt auf den Inseln bereits seit Jahren für soziale Spannungen wegen unerschwinglichen Wohnraums.



Der verfügbare Wohnungsbestand ist auf Dauerwohnen und Urlaubsvermietung verteilt. Die Mietpreise steigen auf den Kanaren auch dadurch unbeirrt weiter. Nach Angaben der kanarischen Tourismusbehörde standen auf Teneriffa 30.596 Ferienunterkünfte mit insgesamt 128.445 Gästebetten im Tourismusregister. Um diesen Bestand wird seit der Reform der Regeln für Ferienwohnungen auf den Kanaren juristisch gestritten.

Für die Haushalte auf den Inseln trifft dieser Preisdruck auf hohe Kosten bei der Grundversorgung. Die Inflation auf den Kanaren stieg zuletzt auf den höchsten Wert des Jahres. Zugleich wandelte sich das Familienmodell auf dem Archipel: Kleinere Haushalte und eine schwache Ablösung junger Menschen vom Elternhaus gehörten zu den größten Herausforderungen der Kanaren.

Einige Familien wollen zumindest der Preisspirale beim Wohnraum durch Eigentum entfliehen. Viele von ihnen finanzieren diesen Traum vom Eigenheim durch Bankdarlehen.

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