Im Juli haben die Verbraucherpreise auf den Kanaren den höchsten Stand erreicht, seit die Werte strukturiert erhoben werden. Nach Angaben des auf den Kanaren für Statistiken zuständigen Amts Istac liegt die Inflation aktuell 3,4 Prozent über dem Vorjahresniveau. Der Index stieg auf 103,62 Punkte. Im Juli des Vorjahres hatte er noch bei 100,25 Punkten gelegen.
Zuletzt fiel das Plus mit 0,02 Prozent zwar gering aus, doch damit setzte sich der Anstieg bereits zum sechsten Mal in Folge fort. Das Istac erfasst die Werte seit Januar 2002, Somit blicken die Statistiker auf Daten aus 295 Monaten zurück. Keiner davon lag höher als der aktuelle. Auch unter den 25 erfassten Juli-Monaten war der jüngste Juli zugleich der teuerste.
Über die ersten sieben Monate des laufenden Jahres hinweg liegen die Preise damit durchschnittlich 2,9 Prozent über dem Vorjahreszeitraum. Schon im Juni hatte die Teuerung 3,4 Prozent erreicht. Das war seinerzeit der höchste Monatswert des laufenden Jahres, der deutlich oberhalb des Halbjahresschnitts von 2,8 Prozent lag. Immerhin: Der Arbeitsmarkt entwickelte sich im selben Monat positiv.
Kanaren: Preise auf Rekordhoch, Arbeitslosigkeit sinkt
Auf den Kanaren waren im Juli 144.168 Menschen als arbeitslos gemeldet, das waren 4,6 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Auf Teneriffa ging die Zahl der registrierten Arbeitslosen um 4,4 Prozent auf 62.124 zurück, wie das Istac weiter berichtet. Damit haben zumindest etwas mehr Menschen tendenziell mehr Geld zur Verfügung, um mit der Inflation umzugehen.
Besonders stark zogen zuletzt jedoch auch die Wohnkosten an. Zugleich kam wenig Neubau auf den Markt: Im März registrierte das Statistikamt 182 fertiggestellte Wohnungen. Das waren 5,7 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Unter anderem wenig Neubau sorgt bereits seit Monaten für steigende Preise auf dem Wohnungsmarkt der Kanaren.
Seit Beginn der Messreihe im Januar 2002 haben sich die Verbraucherpreise auf den Inseln um 62,4 Prozent erhöht. Der Unternehmerverband Teneriffas warnte zudem zuletzt, ein möglicher Importstopp für brasilianisches Fleisch hätte zusammen mit der bestehenden Teuerung unübersehbare Auswirkungen auf die Gastronomie der Kanarischen Inseln. Mehr dazu lesen Sie nachfolgend:














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