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Donnerstag, 13. August 2026
Kanaren

EU-Fleisch-Verbot: Kanaren warnen vor teuren Steaks

Auf den Kanarischen Inseln könnten Steaks zur Mangelware werden. Die westlichen Kanaren-Inseln sehen einen "Fleischmangel" auf sich zukommen. Das sind die Gründe.
Das Wichtigste in Kürze:
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  • Die westlichen Kanaren-Inseln erwarten im Herbst einen Engpass bei Hühner- und Rindfleisch.
  • Ursache ist ein von der EU erwogener Importstopp für Fleisch aus Brasilien wegen Antibiotika und Wachstumsmitteln.
  • Ein Unternehmerverband rechnet mit deutlich steigenden Preisen für Verbraucher und Gastronomie.
Unsere Mitglieder sehen hier eine praktische Zusammenfassung

Die Unternehmer der westlichen Kanaren-Inseln sind besorgt. Im Herbst könnten die Lieferungen von Fleisch zum Problem werden, heißt es seitens des „CEOE Tenerife“. Die Unternehmervertreter und Gastronomen sehen ein „unmittelbares Risiko“ auf den Archipel zusteuern.

Hintergrund der möglichen Lieferengpässe sind Importbeschränkungen für Fleisch aus Brasilien. Der Verband spricht von „einer Verknappung um 50 Prozent des Hühner- und Rindfleischmarktes“. Das gelte allein „in den kommenden Wochen“, heißt es weiter.

Dies werde „dazu führen, dass die Preise im Lebensmittelbereich und im Gastgewerbe in die Höhe schnellen“, teilte der Unternehmerverband in der Provinz Santa Cruz mit. „Zu diesem Versorgungsproblem kommen noch die neuen Kosten hinzu, die sich aus der Verpackungsreform der Europäischen Union ergeben“, warnte der Verband weiter. Das habe direkte Auswirkungen für die Verbraucher.

Kanaren: Wird Fleisch bald teurer?

Die neuen EU-Vorschriften werden laut Verband zu steigenden Preisen führen. Produzenten müssten viele Millionen Euro investieren, um den Anforderungen gerecht zu werden. Das werde an den Endverbraucher, also Kunden im Supermarkt und Gäste im Restaurant, weitergegeben werden müssen.



Ein weiterer Faktor sei das Ende staatlicher Subventionen, das Einkäufe ebenfalls teurer mache. All das komme additiv zum ohnehin steigenden Preisniveau hinzu. Zuletzt klagte der Verband über die Auswirkungen der Inflation. Komme dort nun auch ein deutlich steigender Fleisch-Preis hinzu, habe die Gesamtsituation unübersehbare Auswirkungen auf die Gastronomie der Kanarischen Inseln, hieß es.

Der Fleischpreis gilt als Unbekannte, seit die EU einen Import-Stopp aus Brasilien in Aussicht stellte. Dort würden zahlreiche Vorgaben missachtet. Dazu zählen laut Brüssel beispielsweise der Einsatz von Antibiotika und Wachstumsmitteln. Branchenkenner erwarten, dass Brasilien dies kurzfristig nicht ändern könne – selbst wenn es Einsicht gäbe.

Die EU kündigte an, Ende August eine Delegation in das südamerikanische Land zu entsenden. Im Anschluss werde über das weitere Vorgehen beraten. Ein Importverbot wurde zunächst ab Anfang September erwogen.

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