Die Wohnungspreise auf den Kanaren haben einen neuen Höchststand erreicht. Im zweiten Quartal kletterte der Preis auf dem freien Markt auf 2279,40 Euro pro Quadratmeter. Das war ein Plus von 14,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das kanarische Statistikamt ISTAC hat in der gesamten Zeit seiner strukturierten Datenerfassung keine höheren Kaufpreise registriert.
Die Datenerhebung des ISTAC reicht bis zum ersten Quartal 1995 zurück. Damit umfasst das Archiv 126 Messpunkte. Noch vor einem Jahr lag der Quadratmeterpreis bei 1996,80 Euro. Binnen zwölf Monaten überschritt der Markt die 2000-Euro-Marke also deutlich und nachhaltig.
Im ersten Quartal dieses Jahres lag der Kaufpreis bei 2233,70 Euro pro Quadratmeter. Das unterjährige Plus betrug damit 2,05 Prozent. Die Statistiker registrierten den 21. Anstieg in Folge. Dabei ist insbesondere der Blick auf die Start-Daten interessant:
Kanaren: Immobilien in der Preisspirale
Zum Start der Reihe 1995 lag der Preis bei 572,40 Euro pro Quadratmeter. Das aktuelle Niveau 31 Jahre später bedeutet damit ein Plus von knapp 300 Prozent. Dass der Markt seit Jahren nur eine Richtung kennt, zeigte sich bereits, als die Immobilienpreise auf den Kanaren allgemein eine historische Marke knackten.
Der Neubau hält mit dieser Entwicklung nicht länger Schritt: Im Februar erteilten die Behörden auf den Kanaren 287 Baugenehmigungen für Wohnungen – und damit 42,1 Prozent weniger als im Vorjahresmonat. Was heute nicht genehmigt und gebaut wird, fehlt dem Markt in den kommenden Jahren. Denn die Nachfrage gilt weiterhin als ungebremst hoch.
Kanaren wollen mehr Sozialwohnungen bauen
Das kanarische Wohnungsinstitut plant, in Kürze im Amtsblatt der Kanaren die Ausschreibungen für neue öffentlich geförderte Wohnungen zu veröffentlichen. Dabei sollen Gemeinde, Zahl und Ausstattung der Wohnungen, die Quoten sowie die Frist für Anträge genannt werden. Bewerben kann sich nur, wer volljährig und im öffentlichen Register der Wohnungssuchenden eingetragen ist.
Weitere Regeln besagen unter anderem, dass Antragsteller mindestens zwölf Jahre ununterbrochen auf den Kanaren gewohnt haben müssen. Zudem darf kein Mitglied des Haushalts eine Eigentumswohnung besitzen. Damit will die Kanaren-Politik auf den anhaltenden Preisanstieg für Wohnraum reagieren. Neue Regeln für Ferienunterkünfte wurden ebenfalls bereits beschlossen.













«Immobilienmarkt der Kanaren: Wohnungspreise auf Rekord-Hoch»
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