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Freitag, 28. August 2026
Kanaren

Kanaren: Immobilienpreise knacken historische Marke

Auf den Kanaren kostet der Quadratmeter so viel wie nie. Allerdings wandelt sich der Markt. Das sind der Rekord-Preis und die Veränderung.
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  • Der Quadratmeter kostet auf den Kanaren im zweiten Quartal 3052 Euro und überschreitet damit erstmals die Marke von 3000 Euro.
  • Von April bis Juni wechselten 5970 Wohnungen den Besitzer, 15,3 Prozent weniger als zu Jahresbeginn.
  • Der Index für Wiederverkaufspreise stieg um 3,1 Prozent und erreichte den siebten Höchststand in Folge.
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Die Immobilienpreise auf den Kanaren haben im zweiten Quartal mit 3052 Euro pro Quadratmeter erstmals die Marke von 3000 Euro überschritten. Das berichtet der Verband der spanischen Grundbuchregister in seinem regelmäßigen Bericht. Es ist ein Plus von 13,1 Prozent binnen eines Quartals.

Die Kanarischen Inseln erreichen damit den vierten Platz unter den spanischen Regionen mit den höchsten Immobilienpreisen. Lediglich Madrid, die Balearen und das Baskenland sind teurer. Hinter den Inseln folgt Katalonien.

Im Jahresvergleich liegt der kanarische Quadratmeterpreis bei 2769 Euro. Auch das sind rund zehn Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Das kanarische Statistikamt ISTAC wies für das erste Quartal 2234 Euro pro Quadratmeter auf dem freien Wohnungsmarkt aus – und damit 13,6 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Kanaren: Weniger Wohnungskäufe und höhere Immobilienpreise

Auch im Vergleich der spanischen Provinzen belegen die Kanaren einen traurigen Platz: Die östlichen, zur Provinz Las Palmas gehörenden Inseln, rangieren auf Rang sieben. Die Provinz Santa Cruz fasst die westlichen Kanarischen Inseln zusammen. Diese Region belegt Rang acht. In Las Palmas kletterte der Preis um 13,6 Prozent auf 3059 Euro, in Santa Cruz de Tenerife um 12,5 Prozent auf 3045 Euro. Im ersten Quartal war Santa Cruz de Tenerife noch die teurere Kanaren-Provinz.



Von April bis Juni wechselten auf den Kanaren 5970 Wohnungen ihren Besitzer. Das waren 15,3 Prozent weniger als zu Jahresbeginn. Las Palmas de Gran Canaria büßte im Vergleich zum Vorquartal 13,1 Prozentpunkte Marktanteil ein. Das war der größte Rückgang aller Provinzhauptstädte.

Die verkauften Wohnungen wurden auf den Inseln zugleich größer. Nach Angaben der spanischen Notare legte die Durchschnittsfläche um 2,2 Prozent zu. Nur vier weitere Regionen verbuchten ein Plus, angeführt von Kastilien und León mit 5,6 Prozent. In allen übrigen Regionen wurden sie kleiner. Das größte Minus verbuchte dabei Kantabrien mit einem Rückgang um 10,2 Prozent.

Landesweit waren verkaufte Wohnungen durchschnittlich 100,7 Quadratmeter groß, im frei finanzierten Neubau waren es 106,5 und im geförderten Wohnungsbau 85,1 Quadratmeter.

Ausländische Käufer standen im zweiten Quartal für 29,3 Prozent aller Immobilienkäufe auf den Kanaren (mehr dazu hier). Das bedeutete den dritthöchsten Anteil Spaniens hinter den Balearen mit 32,3 Prozent und der Region Valencia mit 31 Prozent. In der Provinz Santa Cruz de Tenerife lag der Anteil bei 32,2 Prozent, in Las Palmas bei 26,5 Prozent. Auf Käufer aus der EU entfielen im Jahresvergleich 18 Prozent der verkauften Wohnungen.

Wiederverkaufspreise erreichen siebten Rekord in Folge

Der Index für Wiederverkaufspreise gleicher Wohnungen stieg im zweiten Quartal um 3,1 Prozent und markierte damit den siebten Höchststand in Folge. Aufs Jahr gesehen stieg der Wiederverkaufspreis um 16,7 Prozent. Seit dem Tiefpunkt von 2014 summierte sich der Anstieg auf 127,7 Prozent. Die Kosten für Wohneigentum verdoppelten sich binnen eines Jahrzehnts.

Laut Bericht gibt es ein strukturelles Missverhältnis zwischen dem Angebot an Wohnungen und einer hohen Nachfrage – wobei diese erstmals erste Ermüdungsanzeichen aufzeige. Hinzu kommen ein anhaltendes Bevölkerungswachstum (mehr dazu nachfolgend) und ein weiterhin langsamer Neubau.

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