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Samstag, 15. August 2026
Kanaren

Kanaren wollen Baugenehmigungen jetzt deutlich schneller vergeben

Die Wohnungskrise auf den Kanaren ist zum Teil ein hausgemachtes Problem. Langsamere Baugenehmigungen sollen künftig nicht mehr ausbremsen.
Das Wichtigste in Kürze:
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  • Die Regierung der Kanaren will Baugenehmigungen mit einem neuen Gesetz künftig schneller erteilen.
  • Die Behörden erteilten im Februar 287 Wohnungsgenehmigungen und damit 42 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.
  • Die Regierung griff zusätzlich mehrfach in einzelne Verfahren ein.
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In ihrem offiziellen Amtsblatt hat die Regierung der Kanaren ein neues Gesetz für die Beschleunigung von Baugenehmigungen veröffentlicht. Der Eintrag erschien am Freitag und soll den Wohnungsbau auf den Inseln ankurbeln. Die Kanaren-Regierung erhofft sich durch den Zuwachs bei neuen Wohnungen einen positiven Effekt auf den Mietpreis.

Nach Angaben des kanarischen Statistikamts Istac erteilten die Behörden auf den Kanaren im Februar 287 Baugenehmigungen für Wohnungen. Das bedeutete einen Rückgang um 42,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Die Baugenehmigung steht stets am Anfang jedes Bauvorhabens, so dass sie als gutes Barometer für die tatsächliche Bautätigkeit einer Region gilt.

Wie zäh Verfahren beispielsweise auf Teneriffa verlaufen können, zeigt der Umbau des Hafens von Puerto de la Cruz. Ein Bericht des Ministeriums aus dem Februar verwies auf Schwierigkeiten bei der auf den Kanaren obligatorischen Umweltunbedenklichkeitsbescheinigung. Das Projekt wird bereits seit Jahrzehnten diskutiert und scheitert bisher zuverlässig nach jedem neuen Versuch. Ein neuer Ansatz bei Baugenehmigungen soll nun zumindest die Abläufe straffen und weitere Verzögerungen verhindern. Doch der Rückstau ist lang.

Weniger fertige Wohnungen auf den Kanaren

Das Statistikamt registrierte im März auf den Kanaren 182 fertiggestellte Wohnungen und damit 5,7 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Der Rückgang fiel also deutlich schwächer aus als bei den Genehmigungen. Diese schlagen sich jedoch erst Monate und Jahre später durch, denn fertige Wohnungen beruhen auf Anträgen aus früheren Jahren.



Zuletzt griff die Kanaren-Regierung mehrfach in laufende Verfahren ein, um Vorhaben voranzubringen. Für das letzte Teilstück des Inselrings ordnete sie die dringende Enteignung mehrerer Grundstücke auf Teneriffa an. Im Süden Teneriffas soll zudem eines der größten Bauvorhaben für privaten und sozialen Wohnraum überhaupt entstehen.

Um diese Projekte zuverlässig voranzutreiben, setzt die Politik nun auf Verwaltungsebene an und kündigt Voraussetzungen an, um Bauanträge in Zukunft deutlich schneller bearbeiten zu können.

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