Die größte Kanaren-Insel erinnert sich daran, wer einst den Tourismus brachte. Jetzt wurde Unterstützung für die Stadt angekündigt. Die Insel-Verwaltung hat die nächsten Schritte für den Umbau von Puerto de la Cruz festgelegt. Die Touristenstadt im Norden von Teneriffa soll moderner werden. Dazu werden mehrere, seit langem blockierte Vorhaben umgesetzt.
Ausgelöst hat den umfangreichen Umbau die Freigabe eines neuen Abkommens mit der Regionalabteilung für Territorialpolitik und Wasser. Diese Vereinbarung gilt als Schlüssel, damit strategische Projekte im Stadtgebiet weiterbearbeitet werden können.
Betroffen sind vor allem drei Bereiche: das Umfeld des Meerwasserparks, die geplante Sportstadt San Felipe und das Areal des neuen Sport-Freibads Centro de Deportes Acuáticos de Tenerife (CDAT). Grundlage ist eine weitere Änderung des städtischen Planungsdokuments PMM1, übersetzt: Modernisierungs-, Verbesserungs- und Steigerungsplan 1.
Puerto de la Cruz bekommt neue Parkplätze, Fußwege und mehr Freiflächen
Der Plan sieht konkrete Eingriffe in die städtische Infrastruktur vor: bessere Mobilität, zusätzliche Stellplätze, neue Fußwege, mehr frei zugängliche Flächen, den Ausbau des Meerwasserparks und weitere Sporteinrichtungen. Lope Afonso, Vizepräsident des Cabildo und Inselrat für Tourismus, nannte den Beschluss einen strategischen Schritt, der zentrale Maßnahmen wieder in Gang bringe.
Bedeutung gewinnt das Vorhaben auch durch einen Bericht des spanischen Ministeriums für den ökologischen Wandel vom Februar 2026. Darin hatte das Ministerium auf Schwierigkeiten bei der Bearbeitung der Umweltfolgen im Zusammenhang mit der Hafeninfrastruktur hingewiesen. Der neue Ansatz soll die Verfahren beschleunigen und weitere Verzögerungen verhindern.
Nachhaltiger Umbau als Ziel
Alicia Leirachá, Inseldirektorin für strategische Projekte, erklärte, die Vereinbarung solle die touristische Aufwertung von Puerto de la Cruz ermöglichen. Geplant sind moderne und nachhaltige Infrastrukturen.
Bürgermeister Leopoldo Afonso sagte, die Anpassung des Plans hole nicht nur gestoppte Projekte zurück auf die Agenda. Sie schaffe zugleich die Grundlage für geordnetes, nachhaltiges und wettbewerbsfähiges Wachstum, von dem sowohl die Stadtdienstleistungen als auch die touristische Attraktivität profitieren sollen.
Der erste stellvertretende Bürgermeister David Hernández hob die ökologische Seite hervor: Renaturierung und Anpassung an den Klimawandel seien zentrale Elemente des Modells. Der zweite stellvertretende Bürgermeister Alonso Acevedo sagte, die Gemeinde könne mit diesem Ansatz die Kontrolle über die Zeitpläne zurückgewinnen und neue Verwaltungssperren vermeiden.
Puerto de la Cruz als Standort für regenerativen Tourismus
Die Inselverwaltung verbindet den Umbau ausdrücklich mit der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung der Stadt. Puerto de la Cruz soll als Standort für regenerativen Tourismus im Norden Teneriffas gestärkt werden und seine Rolle im Orotava-Tal ausbauen.
Zuletzt war in Puerto de la Cruz der Leerstand größer geworden. Zudem gibt es Sanierungsstaus an öffentlichen Flächen und in vielen Hotels. Inselverwaltung und Stadt reagieren mit dem jetzt veröffentlichten Plan nach eigener Darstellung auf eine langjährige Forderung aus Puerto de la Cruz und dem Tourismussektor: ein Umbau ohne weitere Verzögerungen hin zu einer modernen, nachhaltigen und wettbewerbsfähigen Stadt.
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