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Wegen Dauer-Stau: Autobahn-Ausbau auf Teneriffa noch vor dem Sommer

Die Kanaren planen den Ausbau der TF-5 auf Teneriffa noch vor dem Sommer. Ein dritter Fahrstreifen, neue Anschlüsse und eine direkte Zufahrt zum Nordflughafen sollen die Autobahn entlasten.

Von Juan Martín – letzte Änderung: – Lesedauer: 3 Minuten – 0 Leserkommentare bei Teneriffa News

Die Kanaren- Regierung hat den Ausbau der TF-5 auf Teneriffa für diesen Sommer angekündigt. Für einen dritten Fahrstreifen zwischen Guamasa und dem Nordflughafen sind 66,4 Millionen Euro eingeplant. Damit soll der Dauer-Stau ein Ende bekommen – zumindest langfristig.

Das Projekt betrifft den Abschnitt zwischen Kilometer elf und 15 der Autobahn in Fahrtrichtung Santa Cruz. Die Bauzeit ist mit 35 Monaten angesetzt. Laut Verkehrs- und Bauminister Pablo Rodríguez soll die endgültige Vergabe zwischen April und Mai erfolgen. Legt kein Bieter Einspruch ein, will die Regierung den Vertrag noch vor dem Sommer unterzeichnen. Die Arbeiten sollen unmittelbar danach beginnen.

Für den stark belasteten Abschnitt ist nicht nur ein zusätzlicher Fahrstreifen vorgesehen. Der Projektverantwortliche Emilio Grande erklärte, die Kapazität der Strecke solle damit um 50 Prozent steigen. Zugleich werden die Anschlüsse Guamasa und San Lázaro umgebaut und eine direkte Zufahrt zum Flughafen geschaffen.

Teneriffa baut direkten Anschluss zum Flughafen

Die Neuordnung soll den Verkehr Richtung Norden und Süden trennen. Fahrzeuge aus dem Norden sollen den Flughafen künftig über einen direkten Anschluss erreichen, ohne den Umweg über San Lázaro. Das soll die Stau-Knotenpunkte der Nord-Autobahn auf Teneriffa spürbar entlasten.

Die Strecke zählt zu den wichtigsten Verkehrsachsen der größten Kanaren-Insel. Präsidentin Rosa Dávila sagte bei der Projektvorstellung, auf der TF-5 seien täglich 110.000 Fahrzeuge unterwegs. In Spitzenzeiten liege die Belastung bei bis zu 4500 Fahrzeugen pro Stunde. Während der Bauarbeiten sollen laut Projektleitung beide bestehenden Fahrstreifen durchgehend befahrbar bleiben.

Für Autobahn-Ausbau: Teneriffa kauft Grundstücke

Zum Vorhaben gehören auch fünf unterirdische Regenrückhaltebecken. Wie aus der Projektleitung verlautet, besteht der Wasserrat der Insel auf solche Tanks. Sie sollen das erste Regenwasser von der Fahrbahn aufnehmen, zwischenspeichern und vor dem Versickern behandeln. Der Grund liegt in fehlenden Barranco für die Ableitung in diesem Areal.

Der Eingriff in private Flächen fällt vergleichsweise gering aus. Vorgesehen sind Enteignungen von rund 8000 Quadratmetern aus vier Grundstücken, der größte Teil davon gehört dem Flughafenbetreiber AENA. Die Kosten liegen bei etwa 600.000 Euro.

Neun Angebote gingen für die Ausschreibung ein. Rodríguez sagte, die Vergabekommission wolle im April einen Vorschlag vorlegen. Die endgültige Entscheidung hänge davon ab, ob einer der Bieter Rechtsmittel einlegt.

Weitere Verkehrsprojekte auf Teneriffa

Bei der Projektvorstellung traten auch Kanaren-Präsident Fernando Clavijo, Vizepräsident Manuel Domínguez, Insel-Vizepräsident Lope Afonso und La Lagunas erster Vizebürgermeister Badel Albelo auf. Clavijo sprach von einem gemeinsamen Vorgehen gegen das schwere Mobilitätsproblem auf der Insel. Afonso sagte, für viele Bürger beginne damit nach jahrzehntelangen Forderungen eine Phase der Hoffnung.

Albelo verwies auf weitere Forderungen aus La Laguna: eine Gesamtplanung für den Verkehr auf Teneriffa, eine TF-5-Variante sowie die Tieferlegung der Autobahn im Stadtgebiet. Rodríguez sagte dazu, seine Behörde habe sich bereits Mitte 2025 mit dem Bürgermeister getroffen und eine Studie vorgeschlagen, weil bislang keine technischen Unterlagen für weitere Schritte vorlagen.

Zur Variante erklärte er, das Projekt erfülle derzeit nicht alle Voraussetzungen für eine Ausschreibung. Die Regierung habe deshalb Vorhaben vorgezogen, die sich sofort umsetzen lassen. Als nächstes großes Straßenprojekt auf Teneriffa nannte er einen dritten Fahrstreifen auf zwei Abschnitten der Süd-Autobahn TF-1.


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Über den Autor

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Juan Martín

Juan Martín ist Journalist bei Teneriffa News. Er ist auf den Kanaren zu Hause und kennt sich dort bestens aus. Zum Autorenprofil von Juan Martín.

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