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Puerto de la Cruz: Millionen gegen Abwasser und Strandsperrungen

Nach Jahren der Kritik wegen Abwasserschäden, Umweltproblemen und der zeitweiligen Sperrung der Playa Jardín stellt Puerto de la Cruz die Weichen für einen historischen Neustart. Mit einem der größten Verträge seiner Geschichte will der Küstenort sicherstellen, dass sich ähnliche Skandale nie wiederholen.

Von Johannes Bornewasser – letzte Änderung: – Lesedauer: 2 Minuten – 1 Leserkommentare bei Teneriffa News

Der Gemeinderat von Puerto de la Cruz hat am Dienstag mit den Stimmen von PP, CC und PSOE den Ausschreibungsbeginn für eine neue, 40 Jahre laufende Konzession des Wasser- und Abwassersystems beschlossen. Damit sollen Strand-Sperrungen wegen Abwassers der Vergangenheit angehören.

Die Vergabe, mit einem geschätzten Gesamtvolumen von mehr als 420 Millionen Euro gilt als Schlüssel, um illegale Abwasser-Einleitungen ins Meer vor Puerto de la Cruz im Norden Teneriffas zu beenden, den Küstenschutz zu stärken und erneute Sperrungen wie an der Playa Jardín dauerhaft auszuschließen. Seit Mittwoch läuft die Angebotsphase für an den einhergehenden Aufträgen interessierte Unternehmen.

Kernstück des Vertrags ist ein obligatorisches Investitionspaket von 28,4 Millionen Euro, das 2026 und 2027 umgesetzt werden muss. 8,4 Millionen Euro fließen in die Modernisierung aller Abwasserpumpwerke, inklusive Verlegung aus sensiblen Küstenbereichen, Abriss alter Anlagen und vollständiger technischer Erneuerung. Ziel ist die endgültige Eliminierung unkontrollierter Einleitungen und eine stabile Wasserqualität an den Stränden.

Teneriffas Abwasser-Probleme „dürfen sich nie wiederholen“

Weitere 8,25 Millionen Euro werden in die hydraulische Neuordnung des besonders betroffenen Stadtviertels Punta Brava investiert. Dies gilt als entscheidend für die ökologische Erholung der Playa Jardín. Zusätzlich entstehen eine neue Entsalzungsanlage für 6,8 Millionen Euro, der schrittweise Ersatz veralteter Absorptionsbrunnen sowie Investitionen von 3,6 Millionen Euro in digitale Steuerungssysteme.

Eine von der PSOE eingebrachte und von PP und CC unterstützte Zusatzklausel verpflichtet die Stadt dazu, die Maßnahmen in Punta Brava prioritär umzusetzen. Der gesamte Vorgang wird zusätzlich dem zuständigen Untersuchungsgericht übermittelt. Die Opposition erhält Sitz und Stimme in der neuen Kontrollkommission.

Bürgermeister Leopoldo Afonso sagte zum Projekt, es sei „eine Antwort auf Situationen, die sich niemals wiederholen dürfen“. Mit dem Start des Vergabeverfahrens beginnt einer der bedeutendsten Modernisierungsprozesse der Stadt.


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Über den Autor

Puerto de la Cruz: Millionen gegen Abwasser und Strandsperrungen

wurde geschrieben von:

Johannes Bornewasser

Johannes Bornewasser ist Gründer und Herausgeber der Teneriffa News, Ihrem Kanaren-Experten seit 2011. Er hat zudem die redaktionelle Verantwortung inne. Zum Autorenprofil von .

Diskussion

Leserkommentare zu:

Puerto de la Cruz: Millionen gegen Abwasser und Strandsperrungen


  1. Klaus Fenzl schrieb am

    Wunderbar! Sehr gut!

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