Mehr als 30 Jahre wird im Süden Teneriffas über die Erweiterung des öffentlichen Krankenhauses El Mojón debattiert. Anwohner und Interessengemeinschaften fordern nun Taten.
Die Regierung der Kanarischen Inseln wollte die Erweiterung bereits 2024 ausschreiben. Schon dies galt als Jahrzehnte zu spät. Doch bis heute kommt keine Bewegung in die Krankenhauserweiterung. Stattdessen ist das Hospital überlastet.
Der Ruf nach einem funktionierenden öffentlichen Krankenhaus in Arona wird nun entsprechend lauter: Unternehmerverbandspräsident Javier Cabrera traf sich mit der Plattform Pro Hospital. Beide Seiten fordern, das bestehende Krankenhaus aufgrund der bereits überschrittenen Kapazitätsgrenze zu erweitern. Rund um den Komplex in El Mojón gibt es seit 2011 Stillstand. Er ist zu einem Symbol für die Verzögerungen im Gesundheitswesen geworden.
Teneriffas Süden fordert neues Krankenhaus
Die Überlastung des aktuellen Krankenhauses beeinträchtigt die Versorgungsqualität und die Arbeitsbedingungen des medizinischen Personals. Viele Betten sind mit Patienten belegt, die eigentlich in sozialmedizinische Einrichtungen gehören. Das schränkt die Verfügbarkeit für Krankenhauspatienten ein.
Cabrera betonte, dass das Fehlen eines voll funktionsfähigen öffentlichen Krankenhauses nicht nur ein Gesundheitsproblem darstellt, sondern auch wirtschaftliche und soziale Folgen für den Süden Teneriffas habe. Die mangelnde Infrastruktur beeinträchtige die Wettbewerbsfähigkeit der Region.
Jordi Esplugas von der Plattform Pro Hospital ergänzte, dass das Treffen Teil einer Reihe von Gesprächen mit sozialen und wirtschaftlichen Akteuren war. Gemeinsam wolle man auf die Dringlichkeit der Krankenhausinbetriebnahme hinweisen. Die Kanaren-Regierung müsse das Krankenhaus endlich in Betrieb nehmen – schon allein, um der demografischen Realität gerecht zu werden.















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Nach 30 Jahren: Teneriffa drängt auf neues Süd-Krankenhaus
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