Teneriffa News
Ihr Kanaren-Profi – seit 2011
Teneriffa News
Ihr Kanaren-Profi – seit 2011

Denguefieber: Mehrere Tigermücken auf Teneriffa entdeckt

Tigermücken gelten als potenzielle Überträger gefährlicher Tropenkrankheiten. Auf den Kanaren gilt bei Funden ein strenges Protokoll.

Von Johannes Bornewasser – letzte Änderung: – Lesedauer: 2 Minuten – 0 Leserkommentare bei Teneriffa News

Das Wichtigste in Kürze:
Zusammenfassung zeigen Zusammenfassung ausblenden
  • Auf Teneriffa wurden erneut mehrere Tigermücken (Aedes aegypti) am Kreuzfahrtterminal von Santa Cruz entdeckt, die gefährliche Tropenkrankheiten wie Denguefieber übertragen können.
  • Seit 2013 setzen die Kanaren Fallen und strenge Protokolle ein, um eine dauerhafte Ansiedlung der meist aus Madeira eingeschleppten Mücken zu verhindern.
  • Experten empfehlen, Wasserpfützen zu beseitigen und Funde an das Gesundheitsamt zu melden, um die Ausbreitung einzudämmen.
Unsere Mitglieder sehen hier eine praktische Zusammenfassung

Zika, Denguefieber und Gelbfieber können von Tigermücken übertragen werden. In Santa Cruz auf Teneriffa sind erneut mehrere Exemplare der Aedes aegypti in die Falle gegangen.

Dengue kann zu lebensbedrohlichem hämorrhagischem Fieber führen, Zika ist bekannt für neurologische Defekte bei Neugeborenen (Mikrozephalie) und Gelbfieber kann schwere Leber- und Nierenschäden verursachen.

Seit Jahren kommen immer wieder Funde der Überträger auf den Kanaren vor. Die Inseln befolgen ein strenges Protokoll, um zu verhindern, dass die Tigermücke auf den Kanaren heimisch wird. Die Tiere fühlen sich in tropischen Regionen heimisch. Die Kanaren bieten den Insekten gute Bedingungen.

Kanaren jagen Tigermücken seit 2013

Meist werden die Tigermücken von anderen Regionen aus eingeschleppt. Entsprechend wurden die aktuellen Funde am Kreuzfahrtterminal der Hauptstadt Teneriffas gemeldet. Madeira hat den Kampf gegen die Tigermücke aufgegeben. Oft werden von dort aus Exemplare der asiatischen oder der ägyptischen Tigermücke eingeschleppt.

Eines der gefangenen Tigermücken-Exemplare wurde bereits als weibliche Mücke klassifiziert. Diese gelten als gefährlich, da sie im Gegensatz zu männlichen Exemplaren stechen. Bei Stichen der Tigermücke können die Viruserkrankungen übertragen werden.

Seit dem Jahr 2013 verfügen die Kanarischen Inseln über entsprechende Fallen. Auf diese Weise sollen Funde registriert und spezielle Protokolle gegen die Ausbreitung aktiviert werden. Der bisher letzte Fund im Hafen von Santa Cruz stammt aus dem Februar 2024. Die Überwachung in dem Gebiet soll nun verstärkt werden.

Kanaren bitten, Tigermücken zu melden

Tigermücken verdanken ihren Namen den typischen Streifen. Die schwarz-weißen Mücken sind kleiner als ihre europäischen Artgenossen. Zudem sind sie nicht am sonst typischen Summen von Mücken zu erkennen.

Experten raten dazu, Wasserpfützen auf Balkonen und Terrassen zu entfernen. Sie dienen als Brutplätze für Mücken aller Art. Wassertanks sollten gut verschlossen werden. Mögliche Funde bittet das Gesundheitsamt der Kanarischen Inseln unter vectors.scs@gobiernodecanarias.org zu melden.


Mehr zum Thema:

Quellen:
  • eigene Recherche
  • Mitteilung der Stadt Santa Cruz & des Gesundheitsamts
Für Sie ausgewählt

Über den Autor

Denguefieber: Mehrere Tigermücken auf Teneriffa entdeckt

wurde geschrieben von:

Johannes Bornewasser

Johannes Bornewasser ist Gründer und Herausgeber der Teneriffa News. Er hat zudem die redaktionelle Verantwortung inne. Zum Autorenprofil von .

Diskussion

Leserkommentare zu:

Denguefieber: Mehrere Tigermücken auf Teneriffa entdeckt


Diese Funktion ist unseren Mitgliedern vorbehalten. Hier finden Sie unsere Angebote.