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Umstrittener Polizei-Einsatz bei rechter Demo auf Teneriffa

Podemos Canarias kritisiert einen Polizeieinsatz beim Auftritt eines als rechtsextrem geltenden Aktivisten auf Teneriffa. Die Partei fordert Erklärungen.

Von Juan Martín – letzte Änderung: – Lesedauer: 2 Minuten – 0 Leserkommentare bei Teneriffa News

Das Wichtigste in Kürze:
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  • Der rechtsextreme Aktivist Vito Quiles trat ohne Genehmigung an der Universität La Laguna auf. Er wurde dabei von Polizei eskortiert.
  • Gegendemonstrierende Studierende wurden festgehalten, während Quiles frei agieren durfte – Podemos Canarias spricht von Doppelmoral.
  • Podemos fordert vom Regierungsdelegierten Aufklärung über die Polizeianweisungen und Konsequenzen.

Ein Polizeieinsatz auf Teneriffa sorgt für Empörung. Bei einem Auftritt des als rechtsextrem geltenden Aktivisten Vito Quiles an der Universität von La Laguna auf Teneriffa wurde dieser geschützt. Obwohl der Auftritt nicht genehmigt war, wurden Gegendemonstranten festgehalten, während Quiles in Anwesenheit der Polizei frei agieren durfte.

Die linke Podemos Canarias hat den Delegierten der Regierung auf den Kanarischen Inseln zur Rechenschaft gezogen. Die Partei fordert eine Erklärung, warum die Polizei Quiles trotz fehlender Genehmigung eskortierte und es zu Auseinandersetzungen kam.

Das Rektorat der Universität bestätigte, dass der Auftritt ohne offizielle Erlaubnis stattfand. Quiles durchbrach die Polizeikette und wurde von Beamten der Policía Nacional begleitet, während er mit einem Megafon provokante Botschaften verbreitete. Studierende, die gegen seine Anwesenheit protestierten, wurden im Universitätsgelände festgehalten. Ihnen wurden polizeiliche Maßnahmen angedroht, sollten sie sich bewegen.

Polizeieinsatz auf Teneriffa sorgt für Kritik

In sozialen Medien kursieren Videos, in denen Studenten berichten, dass sie nicht hinausdurften, „während die Faschisten“ sich frei bewegen konnten. Podemos Canarias sieht darin eine „besorgniserregende Doppelmoral“ beim Einsatz der öffentlichen Gewalt.

Die insulare Koordinatorin von Podemos auf Teneriffa, María del Cristo González, stellte die Frage, ob es sich um eine bloße Fehlkoordination oder um aktive Komplizenschaft mit Personen handelte, die Hassreden verbreiten.

Rechtsextremer Auftritt auf Teneriffa: Partei fordert Aufklärung

Idairia Afonso, Stadträtin von Podemos in La Laguna, sagte, die öffentliche Universität sei ein Ort des freien Denkens und der demokratischen Koexistenz. Sie dürfe nicht zum Schauplatz für Provokateure werden. Podemos Canarias forderte vom Regierungsdelegierten eine Klärung der Polizeianweisungen sowie Konsequenzen.

Die Partei verlangt zudem Garantien, dass antifaschistische Studierende ihre Meinungs- und Versammlungsfreiheit ohne Repressalien ausüben dürfen. Podemos betonte das Engagement für Menschenrechte, akademische Freiheit und den Kampf gegen die Straflosigkeit von Hassreden. Die Partei teilte mit, „institutionelles Schweigen“ sei auch „eine Form von Gewalt“.


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Über den Autor

Umstrittener Polizei-Einsatz bei rechter Demo auf Teneriffa

wurde geschrieben von:

Juan Martín

Juan Martín ist Journalist bei Teneriffa News. Er ist auf den Kanaren zu Hause und kennt sich dort bestens aus. Zum Autorenprofil von Juan Martín.

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