Für reichlich Unmut hat ein Polizeieinsatz auf Teneriffa gesorgt. An der Universität von La Laguna trat der als rechtsextrem geltende Aktivist Vito Quiles auf, und die Beamten schützten ihn. Genehmigt war dieser Auftritt nicht. Trotzdem hielten die Kräfte Gegendemonstranten fest, während Quiles im Beisein der Polizei ungehindert agieren durfte.
Die linke Podemos Canarias hat daraufhin den Delegierten der Regierung auf den Kanarischen Inseln zur Rechenschaft gezogen. Sie verlangt eine Erklärung dafür, warum die Polizei Quiles ohne vorliegende Genehmigung eskortierte und es dabei zu Auseinandersetzungen kam.
Dass der Auftritt ohne offizielle Erlaubnis über die Bühne ging, bestätigte das Rektorat der Universität. Quiles durchbrach die Polizeikette und wurde anschließend von Beamten der Policía Nacional begleitet, während er über ein Megafon provokante Botschaften verbreitete. Studierende, die gegen seine Anwesenheit protestierten, hielten die Kräfte auf dem Universitätsgelände fest. Bewegten sie sich, drohten ihnen polizeiliche Maßnahmen.
Polizeieinsatz auf Teneriffa sorgt für Kritik
In den sozialen Medien kursieren Videos, in denen Studenten schildern, dass sie nicht hinausdurften, „während die Faschisten“ sich frei bewegen konnten. Podemos Canarias erkennt darin eine „besorgniserregende Doppelmoral“ beim Einsatz der öffentlichen Gewalt.
Die insulare Koordinatorin von Podemos auf Teneriffa, María del Cristo González, warf die Frage auf, ob es sich um eine bloße Fehlkoordination gehandelt habe oder um aktive Komplizenschaft mit Personen, die Hassreden verbreiten.
Rechtsextremer Auftritt auf Teneriffa: Partei fordert Aufklärung
Idairia Afonso, Stadträtin von Podemos in La Laguna, bezeichnete die öffentliche Universität als einen Ort des freien Denkens und der demokratischen Koexistenz. Zum Schauplatz für Provokateure dürfe sie nicht werden. Vom Regierungsdelegierten forderte Podemos Canarias, die Polizeianweisungen offenzulegen, und verlangte zugleich Konsequenzen.
Gefordert werden zudem Garantien, dass antifaschistische Studierende ihre Meinungs- und Versammlungsfreiheit ohne Repressalien ausüben dürfen. Ihr Engagement für Menschenrechte, für die akademische Freiheit und für den Kampf gegen die Straflosigkeit von Hassreden hob die Partei dabei hervor. „Institutionelles Schweigen“, so teilte sie mit, sei ebenfalls „eine Form von Gewalt“.















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