In La Laguna wird politische Verantwortung wegen pietätlosen Verhaltens gefordert. Die Partido Popular wirft der kommunalen Regierung im Rathaus der Stadt auf Teneriffa Versäumnisse bei Exhumierungen und Überforderung vor.
Der Sprecher der Partei, Juan Antonio Molina, kritisierte am Dienstag die Ministerin für Friedhöfe und lokale Entwicklung, Cristina Ledesma. Grund sind umstrittene Exhumierungen, die ohne ordnungsgemäße Benachrichtigung der betroffenen Familien durchgeführt worden sein sollen.
Molina sagte, interne Quellen des Rathauses hätten auf Mängel im Datenregister über Verstorbene und deren Angehörige aufmerksam gemacht. Die Probleme seien auf das Fehlen moderner technologischer Hilfsmittel zurückzuführen. In der Folge seien sogar private Grabstätten ohne Rücksprache mit den Eigentümern und ohne die erforderliche rechtliche Grundlage geräumt worden.
Kritik am Rathaus von La Laguna auf Teneriffa
Der Parteisprecher kritisierte, dass es der Stadträtin zudem nicht gelungen sei, mit der Opposition eine Einigung zur Behebung der Lage zu erzielen. Die Partido Popular erinnerte über ihren Sprecher daran, dass die Vorschriften eine persönliche und dokumentierte Benachrichtigung der Familien vor einer Exhumierung verlangen würden.
Die Partei bemängelte zudem fehlende Voraussicht der Stadtverwaltung. Die Friedhöfe seien überlastet. Dies liege an einem verzögerten Generalplan, die fehlende Ausweisung neuer Flächen zur Erweiterung der Kapazitäten und einem zu späten Bau neuer Grabnischen.
Molina forderte den Bürgermeister auf, Verantwortung zu übernehmen und die als unkoordiniert und unsensibel kritisierte Verwaltung umzubauen. Der Politiker rief zu einer sofortigen Intervention auf. Das Vertrauen vieler der Familien in die städtische Verwaltung habe gelitten. Es müssten Taten folgen, um die Verbindung zu den Einwohnern wiederherzustellen.













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Teneriffa: Verstorbene ohne Hinweis an die Familien exhumiert
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