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Teneriffa: Wellen reißen 17 Menschen ins Meer, drei sterben

An mehreren Stellen auf Teneriffa sind Menschen von hohen Wellen überrascht worden. 17 wurden ins Meer gezogen, 15 verletzt. Drei Personen kamen dabei ums Leben.

Von Johannes Bornewasser – letzte Änderung: – Lesedauer: 2 Minuten – 0 Leserkommentare bei Teneriffa News

Das Wichtigste in Kürze:
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  • Drei Menschen ertranken am Samstag auf Teneriffa, nachdem sie bei drei separaten Vorfällen von hohen Wellen ins Meer gerissen wurden.
  • Insgesamt 17 Personen gerieten in Lebensgefahr, 15 wurden verletzt – darunter zehn im Hafen von Puerto de la Cruz.
  • Trotz Vorwarnung der Regionalregierung wurden gefährliche Küstenabschnitte nicht gesperrt; das soll nun aufgearbeitet werden.
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Drei Menschen sind auf Teneriffa von Wellen ins Meer gezogen worden und ertrunken. Das berichten die Rettungskräfte der Kanarischen Inseln auf Nachfrage. Bei drei verschiedenen Zwischenfällen begaben sich 17 Menschen in Lebensgefahr. 15 wurden verletzt.

Die Mole von Puerto de la Cruz zieht bei hohem Wellengang immer wieder Menschen an. Sie stehen auf der Mauer und blicken aufs Meer. Im Regelfall wird der Hafen der Stadt im Norden Teneriffas gesperrt. Am Samstag blieb er geöffnet.

Um 15 Uhr traf eine Welle eine Gruppe Schaulustige. Zehn von ihnen konnten sich nicht festhalten und wurden von der Mauer ins Hafenbecken gespült. Es begann ein Wettlauf gegen die Zeit.

Wellen reißen an drei Stellen auf Teneriffa Menschen ins Meer

Beamte der örtlichen Polizei sahen das Drama und sprangen in die Fluten. Neun Menschen konnten gerettet werden, einige von ihnen verletzt. Für eine Person kam jede Hilfe zu spät: Sie ertrank im Hafen von Puerto de la Cruz.

Nur eine Stunde zuvor, um 14.02 Uhr, fanden Retter am Strand von El Cabezo in Granadilla de Abona einen Mann. Der Schwimmer war zu diesem Zeitpunkt bereits verstorben. Alle Wiederbelebungsmaßnahmen schlugen fehl. Es war der zweite von drei Todesfällen an diesem Samstag.

Bereits am Vormittag wurden sechs französische Urlauber von einer hohen Welle überrascht. Auch sie wurden vom Wasser in den Atlantik gespült. Sofort alarmierten Passanten die Rettungszentrale. Mit einem Hubschrauber wurde nach der Gruppe gesucht. Fünf Menschen konnten gerettet werden, für eine Person kam die Hilfe zu spät.

57 Ertrunkene auf den Kanaren

Damit meldet Teneriffa einen der schwärzesten Tage in diesem Jahr. In den ersten zehn Monaten kamen 54 Menschen bei Badeunfällen auf und vor den Kanarischen Inseln ums Leben, durchschnittlich alle sechs Tage einer. An diesem Samstag stieg die Zahl auf 57.

Die Regierung der Kanarischen Inseln hatte bereits am Donnerstag eine Vorwarnung wegen gefährlicher Wetterphänomene ausgegeben. Warum dennoch an vielen potenziell gefährlichen Stellen auf Teneriffa, wie im Hafen von Puerto de la Cruz, keine Sperrungen aufgestellt wurden, soll nun aufgearbeitet werden, hieß es aus dem Rathaus der Stadt im Norden Teneriffas.


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Über den Autor

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Johannes Bornewasser

Johannes Bornewasser ist Gründer und Herausgeber der Teneriffa News. Er hat zudem die redaktionelle Verantwortung inne. Zum Autorenprofil von .

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