Vier Meter hohe Wellen und eine offizielle Warnung haben einen Mann auf Teneriffa nicht davon abgehalten, ins Meer zu gehen. Schon nach kurzer Zeit geriet der Badegast in Lebensgefahr. Vier Rettungsschwimmer mussten eingreifen.
Der Zwischenfall ereignete sich am Wochenende bei Punta del Hidalgo im Gemeindegebiet von La Laguna. Die Rote Fahne, die das Schwimmengehen klar untersagt, ignorierte der Mann.
Schon nach kurzer Zeit wurde er von einer Riesenwelle erfasst und auf den Atlantik hinausgezogen. Ohne fremde Hilfe kam der Badegast nicht mehr an Land zurück. Doch auch die ersten Rettungsschwimmer hatten gegen die Brandung keine Chance.
Teneriffa: Mann geht trotz Roter Fahne ins Meer – und gerät in Lebensgefahr
Zwei Rettungsschwimmer versuchten umgehend, dem Mann zu helfen. Doch ohne die Unterstützung zweier Kollegen aus dem Gebiet Bajamar, konnten auch die beiden erfahrenen Bademeister nichts ausrichten. Die zwei Kollegen eilten mit ihrem „Schnell-Interventionfahrzeug“ herbei, um ihre beiden Kollegen zu unterstützen.
Die Gruppe rettete sich etwa 500 Meter auf den Ozean hinaus, um der starken Brandung zu entkommen. Die hohen Wellen drohten, die Gruppe gegen die Felsen zu drücken. In diesem Fall droht Ohnmacht, weshalb es am sichersten ist, vor der Küste auf Hilfe zu warten.
Von dort aus entdeckten die Rettungsschwimmer einen Punkt, an dem es ungefährlich war, aus dem Wasser zu gelangen. Die Gruppe schwamm rund 500 Meter weiter und konnte den Mann und sich selbst aus dem Wasser retten. Der Mann kam unverletzt davon, ein Rettungsschwimmer erlitt Verletzungen und musste im Krankenhaus behandelt werden.
Seit mehreren Tagen gilt an vielen Küsten der Kanarischen Inseln eine Warnung wegen hoher Wellen. Die Behörden bitten dringend darum, die Warnbeflaggung ernst zu nehmen. Erst im November waren binnen fünf Stunden 17 Menschen an verschiedenen Stellen auf Teneriffa von hohen Wellen ins Meer gerissen worden, drei von ihnen überlebten nicht.
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Teneriffa: Mann geht bei 4-Meter-Wellen ins Meer – und gerät in Lebensgefahr
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