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Nach Wellen-Unfall: Neue Details zur Vermissten auf Teneriffa

Auf Teneriffa ist ein Paar mit dem gemeinsamen Hund unterwegs. Plötzlich reißt eine Welle das Tier ins Meer. Wenig später fehlt von der Besitzerin jede Spur.

Von Thomas Koch – letzte Änderung: – Lesedauer: 2 Minuten – 1 Leserkommentare bei Teneriffa News

Die Suchaktion nach einer Frau, die bei Mesa del Mar auf Teneriffa eine Absperrung ignorierte und in der Folge ins Meer gezogen wurde, dauert an. Der Zwischenfall zeigt, welche Folgen es haben kann, Wellen-Warnungen zu ignorieren – sowohl für das eigene als auch für das Leben der Rettungskräfte.

Sperren bei hohem Wellengang an den Küsten der Kanaren sind nicht symbolisch. Sie dienen dazu, Unfälle zu verhindern, die unter normalen Bedingungen nicht zu erwarten sind.

Der Strand von Mesa del Mar, Playa Arena, ist genau so ein Beispiel: Unter normalen Bedingungen ist der Bereich ein sicherer Sandstrand. Der Zugang erfolgt über einen Fußgängertunnel, der am Mittwochabend wegen starken Wellengangs gesperrt war.

Wieder Wellen-Unfall auf Teneriffa, Suche nach Vermisster dauert an

Diese Sperrung wurde missachtet. Eine Welle riss den Hund eines Paares ins Meer, die Frau gilt seither als vermisst. Ob sie selbst von der Welle erfasst wurde oder ihrem Tier hinterher sprang, ist Teil der Ermittlungen.

Seit dem Vorfall läuft eine Suchaktion, an der Einheiten der Guardia Civil, der Feuerwehr und der Küstenwache beteiligt sind. Auch Luftunterstützung kommt zum Einsatz. Am Donnerstag war die See so rau, dass Suchmaßnahmen vom Wasser aus nicht möglich waren. Am Freitag und Samstag wurde die Suche zu Wasser und aus der Luft fortgesetzt.

Die Bedingungen bleiben bei Wellenhöhen von vier bis fünf Metern anspruchsvoll und bislang ohne Ergebnis. Das Suchgebiet wurde inzwischen bis nach Santa Úrsula ausgedehnt.

Kanaren: Auch geschützte Strände sind bei hohen Wellen eine Gefahr

Der Einsatz wäre vermeidbarer gewesen: Die Sperrung des Fußgängertunnels war eindeutig. Sie wird bei starkem Wellengang regelmäßig eingerichtet, um Gefahren zu vermeiden. Wer eine solche Sperre ignoriert, setzt sich einem bekannten Risiko aus.

Playa Arena ist ein geschützter Sandstrand. Doch bei starkem Wellengang können auch vermeintlich sichere Strände auf den Kanaren gefährlich werden. Einzelne Wellen dringen unerwartet weit vor und können ganze Kaimauern überspülen. Genau das ist am Mittwoch geschehen.

Unser Autor ist Anwohner der Region. Er kennt die Sperrung bei hohem Wellengang. Sie ist nicht zu übersehen. Den Bereich dennoch zu begehen, ist eine aktive Entscheidung gegen die Sicherheit.


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Über den Autor

Nach Wellen-Unfall: Neue Details zur Vermissten auf Teneriffa

wurde geschrieben von:

Thomas Koch

Thomas Koch ist seit mehr als 50 Jahren Fotograf. Für Teneriffa News ist er mit der Kamera, aber auch mit Block und Stift unterwegs. Zum Autorenprofil von Thomas Koch.

Diskussion

Leserkommentare zu:

Nach Wellen-Unfall: Neue Details zur Vermissten auf Teneriffa


  1. Klaus Fenzl schrieb am

    Was ist bekannt über den Ertrunkenen am Playa Jardin?

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