Die Flughäfen auf Teneriffa stehen vor einem gigantischen Umbruch. Der spanische Flughafenbetreiber AENA kündigte an, mehr als eine Milliarde Euro in die Infrastruktur der Kanaren zu investieren. Rund achthundert Millionen davon fließen allein in die beiden Airports der größten Kanaren-Insel.
Die Hoteliersvereinigung Ashotel begrüßt die Investition ausdrücklich. Ihr Präsident Jorge Marichal betont, dass der Süden der Insel die Pandemiezeit mit einem deutlichen Nachfrageanstieg hinter sich gelassen habe und die bestehende Infrastruktur dem nicht mehr gewachsen sei.
Der Flughafen Teneriffa Süd Reina Sofía und der Flughafen Teneriffa Nord Los Rodeos werden bei den Investitionen hauptsächlich bedacht. Doch insbesondere der Haupt-Flughafen im Süden erhält ein großes Modernisierungspaket. Er gilt seit Jahren als überlastet. Nun soll eine umfassende Erneuerung Abhilfe schaffen.
So sollen sich Teneriffas Flughäfen verändern
Zwar wurden im Süden die Verbindung der beiden Terminals verbessert und die Sicherheitskontrollen erweitert, doch nach Einschätzung der Tourismus-Branche bleibt der Flughafen weit hinter dem zurück, was ein international bedeutendes Reiseziel wie Teneriffa benötige. Auch das bislang wenig ansprechende Ankunftserlebnis, geprägt von Staus an Passkontrollen und gelegentlich wartenden Reisenden außerhalb der Gebäude, zeigt den Modernisierungsbedarf.
Ab 2027 beginnt nun die umfassende Transformation. Allein am Flughafen im Süden sind für den Zeitraum zwischen 2027 und 2031 Investitionen von 553,6 Millionen Euro vorgesehen. Ein großer Teil davon entfällt auf regulierte Maßnahmen, die über moderate Tariferhöhungen finanziert werden sollen.
Wie AENA berichtet, sind Erhöhungen von dreißig Cent auf Flügen außerhalb der Kanaren und zehn Cent im interinsularen Verkehr geplant. Marichal äußerte die Hoffnung, dass derartige Anpassungen nicht die Wettbewerbsfähigkeit der Inseln gefährden.
Zuvor hatte es Streit zwischen Aena und der Urlaubsindustrie gegeben. Ryanair zog sich nach Ankündigung der steigenden Gebühren sogar von zahlreichen spanischen Flughäfen zurück.
Teneriffas Flughäfen werden im laufenden Betrieb umgebaut
Die jetzt geplante Umgestaltung ist ehrgeizig: Ein neues Parkhaus mit zwei Ebenen schafft Raum für künftige Erweiterungen und bereitet die Anbindung an den geplanten Zug im Süden Teneriffas vor. Ein erhöhter Fußgängerüberweg wird die Besucher von einer neuen Rambla direkt in das Parkhaus leiten, von wo aus sie in wenigen Minuten zur vorgesehenen Bahnstation gelangen sollen.
Die eigentliche Terminalreform erfolgt schrittweise, um den laufenden Betrieb nicht zu beeinträchtigen. Zunächst entstehen zusätzliche Check-in-Flächen und neue Zonen für das Boarding. Anschließend wird das bestehende Terminal grundlegend umgestaltet. Dabei sollen höhere Dächer ein großzügigeres Raumgefühl schaffen, die Bereiche für Handel und Gastronomie erweitert und die Aufenthaltsräume neu strukturiert werden. In der Ankunftsebene soll ein abgesenkter Lichthof natürliches Licht in die Gepäckhalle bringen und damit den bislang eher funktionalen Eindruck aufwerten.
So plant Aena den Flughafen-Umbau auf Teneriffa
Nach Angaben von AENA wird das endgültige Bauprojekt bis März 2026 fertig geplant sein, anschließend folgen Umweltprüfung und Ausschreibung. Baubeginn soll Ende 2027 oder Anfang 2028 sein, der Umbau wird sich dann über sieben bis acht Jahre erstrecken.
Parallel dazu fordert Ashotel mehr Personal für die Passkontrollen bei Reisenden aus Nicht-Schengen-Ländern, etwa britischer Touristen. Auch die teils langen Wartezeiten an Taxiständen sieht deren Präsident Marichal als Problem, das von lokalen Behörden gelöst werden müsse.
Die Modernisierung soll den Flughafen zu einem zeitgemäßen, leistungsfähigen Eingangstor für Teneriffa machen. Die kommenden Jahre werden dabei auch zum Belastungstest für Bauplanung, operative Abläufe und die Koordination zwischen den beteiligten Institutionen. Das ausgegebene Ziel lautet, einen reibungslos funktionierenden Flughafen schon beim Betreten der Insel als Anspruch Teneriffas an sich selbst für seine Gäste zu präsentieren.
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