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Freitag, 3. Juli 2026
Kanaren

Starkes Jahr für die Kanaren: So gut haben sich die Inseln entwickelt

Die Kanaren haben 2025 mit starkem Wirtschaftswachstum und Rekordbeschäftigung abgeschlossen. Die lokale Wirtschaft bleibt dynamisch und stabil.
Das Wichtigste in Kürze:
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  • Die Kanaren verzeichneten 2025 ein BIP-Wachstum von 4,4 Prozent und führten damit das spanische Wirtschaftswachstum an.
  • Mit mehr als 964.000 Sozialversicherungsanmeldungen im November wurde ein historischer Beschäftigungsrekord erreicht, die Arbeitslosigkeit sank auf den niedrigsten Stand seit 2007.
  • Mehr als 18 Millionen Touristen und ein Umsatz von über 16,7 Milliarden Euro im Tourismussektor trieben die wirtschaftliche Entwicklung maßgeblich an.
Unsere Mitglieder sehen hier eine praktische Zusammenfassung

Mit einem deutlichen Aufschwung und der gleichzeitig höchsten Beschäftigung ihrer Geschichte geht die Wirtschaft der Kanaren durch das Jahr 2025. Damit reihen sich die Kanarischen Inseln unter die dynamischsten Volkswirtschaften des Landes ein.

Im spanienweiten Vergleich gehörte der Archipel 2025 zu den am kräftigsten wachsenden Regionen. Während das Land insgesamt mit Unsicherheiten und einer wirtschaftlichen Abkühlung zu kämpfen hatte, hielt die wirtschaftliche Aktivität auf den Inseln ihren Aufwärtskurs, kletterte die Beschäftigung auf historische Höchststände und fielen die makroökonomischen Kennziffern positiv aus.

Das Nationale Statistik-Institut INE weist den Archipel bereits 2024 als Spitzenreiter beim landesweiten Wachstum aus, ein Tempo, das sich 2025 fortsetzte. Beim regionalen BIP standen 2024 satte 4,4 Prozent zu Buche, und für 2023 wurde der Wert nach oben auf 4,1 Prozent korrigiert. So lagen die Kanaren jeweils über dem nationalen Mittel.

Wirtschaftswachstum und Rekordbeschäftigung auf den Kanaren

Manuel Domínguez, Vizepräsident und Wirtschaftsminister der Kanaren, führt die gute Entwicklung auf eine Politik zurück, die Beschäftigung fördert, Selbstständige stützt, Unternehmen unter die Arme greift und in zukunftsträchtige Sektoren investiert.



Den Takt gab dabei vor allem der Arbeitsmarkt vor. Mit 964.517 Sozialversicherungsanmeldungen im November 2025 wurde der höchste Wert erreicht, den die Kanaren je verzeichnet haben. Das bedeutet ein Jahresplus von fast drei Prozent und bringt den Archipel in die Spitzengruppe beim Beschäftigungswachstum.

Parallel dazu ging die Arbeitslosigkeit im November auf weniger als 147.000 Menschen zurück, der niedrigste Stand, den dieser Monat seit 2007 gesehen hat. Für die ersten drei Quartale 2025 nennt die Arbeitskräfteerhebung eine Quote von 13,8 Prozent, und das ist der beste Wert seit der Finanzkrise des Jahres 2008.

Tourismus als Wachstumsmotor auf den Kanaren

Einen großen Anteil an der wirtschaftlichen Dynamik hatte der Tourismus. Bis Oktober 2025 kamen mehr als 15 Millionen Besucher auf die Inseln, und am Jahresende werden mehr als 18 Millionen erwartet. Die touristischen Einnahmen lagen in den ersten drei Quartalen bei über 16,7 Milliarden Euro und damit klar über dem Niveau vor der Pandemie.

Auch jenseits des Tourismus lief es rund. Der Bausektor zog Nutzen aus öffentlichen wie privaten Bauvorhaben, und der Einzelhandel kam dank des wachsenden privaten Konsums in Schwung.

Bei der Inflation gehörten die Kanaren zu den günstigsten Regionen Spaniens. Bis November lag die durchschnittliche Teuerung bei 2,0 Prozent, nach 2,8 Prozent im Jahr zuvor, und blieb damit unter dem landesweiten Schnitt. Auch die Kerninflation hielt sich in einem moderaten Rahmen.

Kanaren: Starke Unternehmensentwicklung und ausländische Investitionen

Zum positiven Jahresabschluss trugen ebenso die vielen Firmengründungen und der Zuwachs an Selbstständigen bei. Bis Oktober kamen mehr als 3100 neu eingetragene Unternehmen zusammen, so viele wie zuletzt im Jahr 2008. Die Zahl der Selbstständigen stieg im November auf 146.812 und erreichte damit einen historischen Höchststand.

Hinzu kamen wachsende ausländische Investitionen. Die öffentlichen Finanzen des Archipels präsentierten sich solide, mit einer der niedrigsten Verschuldungsquoten im Verhältnis zum BIP in ganz Spanien.

Bei aller guten Bilanz mahnt die Regionalregierung zur Vorsicht und verweist auf internationale wie nationale Unsicherheiten, etwa geopolitische Risiken und protektionistische Strömungen. Trotzdem rechnet sie damit, dass die kanarische Wirtschaft weiter moderat zulegt und das Erreichte bei Beschäftigung und wirtschaftlicher Stabilität gefestigt wird.

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