Hundehalter auf den Kanaren riskieren bei Fehlverhalten nach spanischem Recht teils hohe Bußgelder. Grundlage ist die Ley 7/2023 zum Schutz und Wohlergehen von Tieren, also das spanische Tierschutzgesetz. Es regelt seit 2023 die Pflichten von Tierhaltern in öffentlichen Räumen und damit auch an Stränden. Leichte Verstöße können mit kleinen, schwere hingegen mit Geldbußen von bis zu 10.000 Euro geahndet werden.
Das Gesetz verpflichtet Halter, stets Beutel zum Aufsammeln von Tierkot mitzuführen und Verschmutzungen durch das Tier zu beseitigen. Für das Verhalten ihres Hundes im öffentlichen Raum sind die Besitzer verantwortlich und müssen das Tier unter Kontrolle halten. Das gilt auch für die Hundestrände auf den Kanaren.
Die Pflichten gehen mancherorts über das Aufsammeln von Kot hinaus. In immer mehr Gemeinden auf den Kanaren müssen Halter auch Hundeurin wegspülen. In der Hauptstadt Santa Cruz öffnete die Stadt einen neuen Strand zunächst für Hunde, entzog ihm diesen Status jedoch nach zahlreichen Beschwerden über Hinterlassenschaften wieder. Welche Regeln am konkreten Strand gelten, entscheidet jede Gemeinde selbst.
Tierschutzgesetz regelt Hundestrände auf den Kanaren
Kommunale Verordnungen können für Haustiere an Stränden eigene Zutrittszeiten und ausgewiesene Zonen festlegen. Halter sollten deshalb vor dem Besuch eines öffentlichen Ortes mit dem Tier die jeweiligen kommunalen Vorschriften prüfen.
An vielen kanarischen Stränden gibt es ausgewiesene Hundebereiche, die sogenannten Playas para perros. Ihre genauen Regelungen unterscheiden sich von Gemeinde zu Gemeinde. In den autonomen Gemeinschaften Spaniens existieren Strände, an denen Haustiere ausdrücklich zugelassen sind. Ist ein Strand auch für Tiere geöffnet, wird darauf klar mit Schildern hingewiesen. Fehlt dieser Hinweis, ist das ein deutliches Signal gegen eine Öffnung für Haustiere.
Strandregeln für Hunde gelten auch auf Teneriffa
Die Kanarischen Inseln gehören zu Spanien. Damit gilt das landesweite Tierschutzgesetz auch dort. Die Küstengebiete unterliegen wegen empfindlicher Ökosysteme einem besonderen Umweltschutz. Klassische Bußgelder gelten für leichte Verstöße. Schwerere Verstöße gegen das Tierschutzgesetz können deutlich höher ausfallen.
















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