Die Kanaren haben am Freitag einen lange nicht mehr erreichten Wert bei „Grünem Strom“ gemeldet. Erneuerbare Energiequellen deckten 41,8 Prozent des Stromverbrauchs. Nach Daten des Netzbetreibers Red Eléctrica war das der höchste Anteil der vergangenen Monate.
Den größten Beitrag lieferten Wind- und Solarenergie. Damit lag der Anteil erneuerbarer Stromquellen auf den Inseln erstmals in diesem Zeitraum klar jenseits der Marke von 40 Prozent.
Der neue Höchstwert fällt in eine Phase, in der auf den Kanaren mehrere Energieprojekte vorankommen. Dazu gehört auf Teneriffa die geplante Hybrid-Solaranlage in Adeje. Auch der Ausbau der Netze spielt eine Rolle, etwa durch die Verbindung, mit der sich Teneriffa und La Gomera ein Stromnetz teilen.
Kanaren erreichen neuen Höchstwert beim Ökostrom
Die aktuelle Marke beschreibt keinen Ausbauplan, sondern einen tatsächlich erreichten Tageswert beim Stromverbrauch. Er zeigt, wie stark erneuerbare Energiequellen an einem einzelnen Tag bereits zur Versorgung auf den Kanaren beitragen konnten.
Für die Recherche nutzt Teneriffa News die Daten von Red Eléctrica. Für die Inseln sind die Werte vor allem deshalb relevant, weil die Stromversorgung wegen der Insellage nicht mit dem spanischen Festlandnetz vergleichbar ist und die lokale Erzeugung eine zentrale Rolle spielt. Das zeigt sich auch in den Kosten, so dass ein größerer Anteil erneuerbarer Energie auch preislich relevant sein kann.
Politisch begleitet der Umbau des Energiesystems die Kanaren seit längerem als eigenes Thema. Dazu zählen Forderungen nach Offshore-Windparks und zusätzlichen Energiespeichern. Der Wert von Freitag liefert dafür nun einen konkreten Messpunkt.
Für den 24. Juli bezifferte Red Eléctrica den Anteil erneuerbarer Energien am Stromverbrauch der Kanaren auf genau 41,8 Prozent. Höher lag dieser Wert in den vergangenen Monaten kein einziges Mal.















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