Ein Beben der Stärke 2,3 ist vom Nationalen Geographischen Institut Spaniens (IGN) in der Nähe von Gran Canaria registriert worden. Um 18.59 Uhr bebte am Montag die Erde, wobei das Epizentrum in drei Kilometern Tiefe lag. Eine Auswertung der Daten durch das Euro-Mediterranean Seismological Centre (EMSC) in Frankreich bestätigte das Erdbeben.
Im Vergleich zur laufenden Messreihe bleibt der Wert im Rahmen: 73 Erdstöße erfasste das IGN binnen 30 Tagen in der Region der Kanaren. Das waren durchschnittlich 2,4 Beben pro Tag bei einer mittleren Stärke von 1,9. In den vergangenen sieben Tagen registrierten die Seismografen zehn Erdstöße und damit weniger als im Monatsmittel.
Die Kanaren sind vulkanischen Ursprungs. Schwache Erschütterungen gehören dort zum Normalbild. Fachleute des IGN und des Vulkanologischen Instituts der Kanaren (INVOLCAN) überwachen den Untergrund fortlaufend. Eine Häufung von Beben bedeutet nach Einschätzung von Seismologen und Geologen nicht automatisch eine erhöhte Gefahr. Dennoch schauen die Forscher genau hin, spätestens, seit rund um den Teide etwas mehr Aktivität gemessen wurde.
Erdbeben am Teide sowie zwischen Teneriffa und Gran Canaria
Erst kürzlich bebte die Erde vor dem Norden Teneriffas. Das IGN stufte mehr als zehn Erdstöße als tektonisch ein. Zudem liefert auch die Zone zwischen den beiden Hauptinseln Teneriffa und Gran Canaria immer wieder Messbares: Der Untersee-Vulkan Enmedio sorgt regelmäßig für Bewegung. Am Pico Viejo, einem Nebenvulkan des Teide, wiesen Forscher zudem eine große Magmakammer unter Teneriffa nach. An genau dieser Stelle häufen sich die Erdstöße auf der Insel seit Jahren.
Auch aufgrund der zunehmenden Erdbebenschwärme am Teide kündigte Teneriffas Inselverwaltung zwei Notfallübungen für einen möglichen Vulkanausbruch an. Diese finden in Guía de Isora und La Laguna statt.














«Gran Canaria: Erdbeben direkt vor der Kanaren-Insel»
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