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Mittwoch, 12. August 2026
Kanaren

Kanaren: Erdbeben zwischen Teneriffa und Gran Canaria am Vulkan Enmedio

Der Untersee-Vulkan Enmedio hat erneut ein Erdbeben ausgelöst. Es entstand in acht Kilometern Tiefe. Das IGN zählte 81 Beben in 30 Tagen.
Das Wichtigste in Kürze:
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  • Vor Teneriffas Südküste ereignete sich ein Erdbeben der Stärke 2,0 in acht Kilometern Tiefe.
  • Das IGN zählte in 30 Tagen 81 Beben auf den Kanaren, im Schnitt 2,7 pro Tag.
  • Teneriffas Inselverwaltung bereitet in Guía de Isora und La Laguna Notfallübungen für einen möglichen Teide-Ausbruch vor.

Genau zwischen Teneriffa und Gran Canaria, etwa 20 Kilometer vor Teneriffas Südküste, hat sich ein Erdbeben der Stärke 2,0 ereignet. Nach Angaben des spanischen Nationalen Geographischen Instituts (IGN) registrierten die Seismografen den Stoß in der Nacht zu Mittwoch um 3.33 Uhr.

Das Epizentrum wurde etwa acht Kilometer unter der Oberfläche am Untersee-Vulkan Enmedio verortet. Auf diese Messdaten des Instituts greift auch das Euro-Mediterranean Seismological Centre (EMSC) zurück.

In der Region der Kanaren verzeichnete das IGN innerhalb von 30 Tagen 81 Beben, was einem Durchschnitt von 2,7 pro Tag entspricht. In der vergangenen Woche meldeten die Fachleute 15 Erdstöße. Dieser Wert liegt im normalen Bereich. Über alle erfassten Erdstöße hinweg lag die durchschnittliche Stärke bei 1,8. Das Beben vom Mittwoch lag also knapp darüber.

Teneriffa bereitet nach Erdbebenschwärmen Teide-Notfallübungen vor

Kräftiger fiel ein Ereignis Ende Juli aus: Um 17.57 Uhr registrierte das Institut ein Erdbeben der Stärke 3,1 vor Teneriffa, das aus einer insgesamt aktiven Woche herausstach. Die Fachleute des IGN gehen zudem davon aus, dass der Teide weitere Bebenschwärme erzeugt. Einzelne Erdstöße am höchsten Berg Spaniens könnten dann auch spürbar sein.



Nachdem sich die Bebenschwärme am Vulkan zuletzt gehäuft hatten, kündigte Teneriffas Inselverwaltung Notfallübungen für einen möglichen Ausbruch an. Geprobt wird unter anderem in Guía de Isora und La Laguna. Der einhergehende Plan für zwei Teide-Übungen erklärt die Abläufe.

Die Kanaren sind vulkanischen Ursprungs und einige der Vulkane sind weiterhin aktiv. Schwache Erdstöße zählen daher zum Archipel-Alltag. Beben unter einer Stärke von 3 werden an der Oberfläche in der Regel nicht wahrgenommen, erst recht, wenn das Epizentrum weit vor der Küste liegt. Die seismische Aktivität rund um die Inseln überwacht das IGN fortlaufend.

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