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Dienstag, 1. September 2026
Kanaren

Mehr Menschen ertrinken vor den Kanaren, darunter sechs Kinder und drei Deutsche

Auf den Kanaren sind bis Ende August 45 Menschen ertrunken. Das sind sechs mehr als im Vorjahr. Besonders die Zahl der Kinder alarmiert.
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  • Auf den Kanaren ertranken seit Jahresbeginn 45 Menschen, sechs mehr als im Vorjahreszeitraum.
  • Mit sechs toten Kindern und Jugendlichen erreichte diese Gruppe den höchsten Stand seit elf Jahren.
  • Unter den Toten waren 18 bestätigte ausländische Opfer, darunter drei Deutsche.
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45 Menschen sind auf den Kanaren seit Jahresbeginn ertrunken. Das waren sechs mehr als im Vorjahreszeitraum. Am Dienstag präsentierte der Verband «Canarias, 1500 km de Costa» seine Bilanz für den Zeitraum Januar bis Ende August. Gegenüber den 39 Todesfällen des Vorjahres entspricht das einem Anstieg von 15 Prozent.

Die meisten Opfer entfielen auf Teneriffa: Dort ertranken 18 Menschen. Es folgten Fuerteventura mit zehn und Gran Canaria mit acht Todesfällen. Auf El Hierro und Lanzarote ertranken je drei Menschen, auf La Gomera zwei, auf La Palma einer. Nur La Graciosa blieb ohne tödlichen Zwischenfall.

Der Verband erfasste 156 Betroffene bei Unfällen an Küsten und in Swimmingpools sowie ähnlichen Anlagen. Neben den Toten zählten die Rettungsschwimmer 13 Schwerstverletzte, 26 Schwerverletzte, 22 mittelschwer und 23 leicht Verletzte sowie 27 unversehrt Gerettete. Allein der August brachte 27 Betroffene, darunter sechs Tote.

Kanaren: Sechs Minderjährige ertrunken – Höchstwert seit elf Jahren

Im vergangenen Monat wurden eine Person in äußerst kritischem Zustand sowie neun Schwer-, drei Mittelschwer- und vier Leichtverletzte Menschen gerettet, vier Personen blieben unverletzt. Der Monatsschnitt liegt weiterhin bei sechs Todesfällen. Besonders sechs ertrunkene Kinder und Jugendliche stechen heraus: So viele waren es seit elf Jahren nicht mehr.



Der jüngste dieser Fälle ereignete sich im August vor der Küste von Mogán auf Gran Canaria. Dort kam ein 14 Jahre junger Minderjähriger ums Leben. Im selben Monat verunglückten sieben Minderjährige zwischen drei und 17 Jahren im Wasser, sechs von ihnen wurden schwer verletzt, einer unverletzt gerettet.

Seit Januar erfasste der Verband 27 betroffene Minderjährige. Neben den Opfern gab es elf Schwerverletzte, vier mittelschwer und zwei leicht Verletzte sowie vier unverletzt gerettete Kinder und Jugendliche.

21 der 45 Todesopfer, also knapp jedes zweite, hielt sich an der Küste auf, während die Regierung der Kanaren wegen gefährlicher Küstenbedingungen Voralarm oder Alarm ausgerufen hatte. Der Blick auf alle Zwischenfälle zeigt eine Quote von 37 Prozent (57 von 156 Verunglückten).

Der Vorsitzende des nach den kanarischen Küstenkilometern benannten Verbandes, Chano Quintana, sagte bei der Präsentation, dass insbesondere Rückströmungen weltweit zu den zweithäufigsten Todesursachen bei tödlichen Wasserunfällen gehören würden. Rund 95 Prozent der Bevölkerung wisse seiner Erfahrung nach nicht, wie sie sich in einer solchen Strömung verhalten soll. Ähnliche Kritik hatte Quintana bereits Ende Juli nach einem tödlichen Wasserunfall geäußert.

Drei Deutsche vor den Kanaren ertrunken

Unter den Toten waren 31 Männer (69 Prozent) und 14 Frauen (31 Prozent). 16 Opfer waren Erwachsene, acht älter als 60 Jahre, bei 15 fehlen offizielle Altersangaben. Die größte Gruppe bildeten Badegäste mit 27 Todesfällen oder 60 Prozent. Sieben Menschen (15 Prozent) starben, nachdem sie von Wellen erfasst wurden oder von Molen, Klippen und Promenaden stürzten. Je vier weitere waren Angler und Taucher, bei drei Fällen fehlen konkrete Angaben.

62 Prozent der Unfälle passierten an Stränden, 22 Prozent in Häfen und anderen Küstenzonen, je acht Prozent in Schwimmbädern und Naturpools. Als Ausländer identifiziert wurden 18 Opfer aus zehn Ländern, darunter drei Deutsche, zwei Briten und zwei Äquatorialguineer sowie je ein Franzose, US-Amerikaner, Venezolaner, Belgier, Norweger, Italiener und Niederländer.

Bei vier weiteren ausländischen Staatsbürgern blieb die Nationalität offen. Drei Opfer waren Spanier, bei 24 Fällen fehlen Angaben zum Herkunftsland. Schon im Zwischenbericht bis Juli kamen mehr Deutsche als Briten durch Ertrinken ums Leben. Die meisten Urlauber stammen aus Großbritannien, gefolgt von Deutschen.

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