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Montag, 3. August 2026
Kanaren

Warnungen ignoriert: Ein Drittel mehr Ertrunkene auf den Kanaren

Selbstüberschätzung bleibt Hauptgrund für tödliche Wasserunfälle auf den Kanaren. Die Zahlen stiegen um 30 Prozent. Besonders tragisch ist die Zahl verunglückter Minderjähriger.
Das Wichtigste in Kürze:
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  • Auf den Kanaren ertranken in den ersten sieben Monaten des Jahres 39 Menschen, knapp ein Drittel mehr als im Vorjahr.
  • Mehr als die Hälfte der Opfer verunglückte trotz ausgegebener Warnungen vor Wellen oder Sturm.
  • Fünf Kinder kamen bislang ums Leben, das typische Opfer ist jedoch männlich und fortgeschrittenen Alters.

Noch immer sterben Menschen auf den Kanaren wegen Selbstüberschätzung. Die nach den kanarischen Küstenkilometern benannte Vereinigung „Canarias, 1500 km de Costa“ meldet 39 Todesfälle durch Ertrinken in den ersten sieben Monaten des Jahres. Das ist ein Anstieg um knapp ein Drittel.

Erst am Wochenende war ein Mann auf Fuerteventura ums Leben gekommen. Der Rettungsversuch an der Playa Butihondo schlug fehl. Damit melden die Kanaren neun Ertrinkungsopfer mehr als im selben Zeitraum des Vorjahres.

Laut der Vereinigung, die sich zur Aufgabe machte, auf die Gefahren des Atlantiks vor den Kanaren aufmerksam zu machen, sind bereits 129 Personen verunglückt. 39 von ihnen kamen ums Leben, zwölf weitere wurden in kritischem Zustand gerettet. Hinzu kommen 17 schwere und 19 leichte Verletzungen. 19 Personen erlitten lediglich Blessuren und 23 konnten unverletzt geborgen werden. Ein Muster bleibt oft gleich:

Kanaren in Sorge: Immer mehr Kinder ertrinken

Mehr als die Hälfte aller Verunglückten kam während Warnungen wegen Wellen oder Sturm ums Leben. „Canarias, 1500 km de Costa“ spricht von „Rücksichtslosigkeit“ gegenüber sich selbst und den Rettern, die bei solchen Bedingungen in die Fluten springen müssen.



Ebenfalls auffällig sei die steigende Zahl verunglückter Kinder. Allein in diesem Jahr kamen bereits fünf Kinder ums Leben, davon zwei im vergangenen Monat. 19 Minderjährige waren in Wasserunfälle verwickelt. Damit kam mehr als jedes vierte Kind bei einem Wasserunfall auf den Kanaren ums Leben.

Kanaren: Typisches Ertrinkungsopfer ist männlich und fortgeschrittenen Alters

Der Juli geht als Schwarzer Monat in die Jahres-Chroniken ein: In diesem Monat gab es 32 Wasserunfälle mit acht Ertrunkenen. Es folgen der Januar und Februar mit jeweils sieben Todesopfern.

Laut Vereinigung kommen in zwei von drei Fällen Männer ums Leben. Trotz der vielen Minderjährigen bleibt das typische Opfer fortgeschrittenen Alters. Bei den bekannten Nationalitäten führen Deutsche gefolgt von Briten die traurige Liste an. Mehr als jeder zweite Verstorbene war zum Baden ins Meer gegangen.

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