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Dienstag, 18. August 2026
Kanaren

Tourismus: Kanaren verlieren Deutsche – andere Länder auf dem Vormarsch

Die Kanarischen Inseln melden einen anhaltenden Rückgang bei Urlaubern aus Deutschland. Andere Länder rücken nach.
Das Wichtigste in Kürze:
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  • Im Juli reisten 9700 Deutsche weniger auf die Kanaren, ein Minus von 5,3 Prozent.
  • Bis Ende Juli sank die Zahl deutscher Urlauber auf gut 101.000, nur La Palma legte zu.
  • Frankreich schickte 40.000 Urlauber mehr und stieg zum fünftwichtigsten Markt auf.
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Die Sorge vor einem deutschen Abschwung wächst auf den Kanarischen Inseln. Im Juli kamen knapp 9700 Deutsche weniger auf den Archipel im Atlantischen Ozean. Obwohl der Sommer nicht die kanarische Hochsaison ist, sehen lokale Tourismus-Experten darin ein Barometer für den wichtigeren Winter. Und da galten Bundesbürger über Jahrzehnte als gern gesehene Gäste.

Der jüngste Rückgang bedeutete ein Minus um 5,3 Prozent im zweitwichtigsten Markt. Deutsche sind die traditionell größte Urlaubergruppe nach Touristen aus Großbritannien.

Bis Ende Juli kamen gut 101.000 Deutsche zum Urlaub auf die Kanaren. Mit Ausnahme einer Insel war das ein flächendeckendes Minus. Während weniger Deutsche auf die Kanaren strömen, rücken andere Nationen nach.

La Palma gewinnt deutsche Urlauber

Lediglich auf La Palma wurden mehr Deutsche gezählt als ein Jahr zuvor. Das wiederum ist mit der Reaktivierung des Tourismus nach dem Vulkanausbruch von 2021 zu erklären. Bereinigt um diesen Effekt, wären auch die dortigen Zahlen vergleichbar.



Der Kanaren-Tourismus zeigte sich in den Jahren bis zur Pandemie stets schnell besorgt bei Veränderungen der Urlauberströme. Zuletzt jedoch wurden partielle Verluste eher schulterzuckend hingenommen. So heißt es aus Kreisen der Branchenvertreter, dass eine Veränderung klassischer Märkte durch neue kompensiert würde.

Kanaren: weniger Deutsche und Italiener, dafür mehr Franzosen

Der Rückgang deutscher Kanaren-Touristen wird von einem Minus italienischer Urlauber begleitet. Diese hatten sich zuvor zum vierwichtigsten Markt gemausert, verloren zuletzt jedoch 27.500 Personen. Das bedeutete ein Minus von 5,5 Prozent im Vorjahresvergleich. Ähnlich ist es bei nordischen Ländern: Aus Island steht ein Minus von 26,2 Prozent zu Buche. Auch Dänemark, Finnland und Norwegen entsendeten weniger Urlauber auf die Kanaren.

Dagegen steht ein anderer Trend: Urlauber aus Frankreich entdeckten die Kanaren zuletzt verstärkt. Im laufenden Jahr reisten 40.000 französische Urlauber mehr auf die Inseln als im Vorjahr. Das Tourismus-Ministerium wertet eine über Jahre anhaltende Werbekampagne in Frankreich als Grund für den Aufstieg Frankreichs zum fünftwichtigsten Markt.

Außerdem legten Österreich, die Schweiz und Belgien zu. Die Zahl der Touristen aus Ungarn, Rumänien und Tschechien ging hingegen zurück. Sowohl die Zu- als auch die Abnahmen fielen prozentual teils stark aus, absolut machte jedoch keiner dieser Märkte einen großen Unterschied bei den Gesamt-Tourismuszahlen der Kanarischen Inseln aus.

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