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Mittwoch, 5. August 2026
Kanaren

Kanaren-Hotels: Hohe Preise schrecken Gäste ab

Die Preise in den Hotels der Kanaren sind erneut gestiegen. Das sorgt für einen Rückgang bei den Buchungen. Wir haben uns die Daten angesehen.
Das Wichtigste in Kürze:
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  • Die Hotels auf den Kanaren zählten im Juni 7,43 Millionen Übernachtungen, 1,8 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.
  • Eine Hotelnacht kostete im Schnitt 112,37 Euro und damit 5,2 Prozent mehr als im Juni 2025.
  • Die Gäste blieben im Schnitt nur noch 6,5 Nächte. La Palma fällt in einem Wert deutlich aus dem Trend.
Unsere Mitglieder sehen hier eine praktische Zusammenfassung

Die Kanarischen Inseln kannten beim Tourismus nach der Pandemie über Jahre nur eine Richtung in ihren Statistiken. Doch seit die Inflation zulangte, ändert sich das Bild in den Hotels: Steigende Preise, weniger Übernachtungen.

Das kanarische Statistikamt ISTAC zählte im Juni knapp 7,43 Millionen Übernachtungen. Das waren 1,8 Prozent weniger als im selben Monat des Vorjahres. Gleichzeitig stiegen die Preise weiter an. Ein Zimmer kostete Hotelgäste pro Nacht durchschnittlich 112,37 Euro. Gegenüber dem Juni des Vorjahres entspricht das einem Anstieg um 5,2 Prozent.

Das jedoch muss für die Hoteliers der Inseln nicht zwingend schlecht sein. Denn zumindest die Erlöse pro Zimmer stiegen. Und eine Insel sticht aus alledem besonders heraus.

Hotels melden kürzere Aufenthalte auf den Kanaren

Das Muster der sinkenden Übernachtungszahlen bei zugleich steigenden Erlösen prägt die kanarische Hotellerie seit Monaten. Besonders deutlich zeigt sich die Entwicklung auf La Palma. Die Übernachtungen stiegen dort im Jahresvergleich um 40,7 Prozent an, womit sich die Insel klar vom allgemeinen Trend abhebt.



Über alle Inseln betrachtet sinkt nicht nur die Zahl der Übernachtungen, sondern auch die Verweildauer. Die Gäste verbrachten im Juni durchschnittlich 6,5 Nächte vor Ort. Das bedeutete erneut einen leichten Rückgang zum Vorjahresmonat. Kürzere Aufenthalte drückten die Gesamtzahl der Übernachtungen auf den Kanaren, selbst wenn die Zahl der ankommenden Gäste stabil blieb.

Kanaren-Hotels mit weiter steigenden Zimmerpreisen

Diese Verkürzung der Aufenthalte ist kein neues Phänomen. Bereits im Mai registrierten die Betriebe zwar mehr Buchungen, die Gäste blieben jedoch kürzer vor Ort. Unter anderem Reiseveranstalter reagieren mit kürzeren Pauschalangeboten auf die steigenden Preise. Um die Angebote zumindest vordergründig attraktiv zu halten, wird an der Länge der Aufenthalte gespart.

Das liegt nicht nur an höheren Flugpreisen, sondern auch an den Kalkulationen der Kanaren-Hotels. Der Preisauftrieb hält dort seit Monaten an. Schon zu Jahresbeginn stiegen die Hotelpreise auf den Inseln schneller als die allgemeine Teuerung.

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