Die Arbeitslosigkeit auf den Kanaren ist im Juli auf 144.168 Betroffene gesunken. Das waren 4,6 Prozent weniger als im gleichen Monat des Vorjahres. Gran Canaria verzeichnete dabei den stärksten Rückgang aller Inseln. Dort sank die Zahl der Erwerbslosen um 5,7 Prozent.
Die Werte gehen aus den Daten des kanarischen Statistikamts ISTAC hervor. Dass sich Gran Canaria abhebt und damit den Schnitt aller Inseln maßgeblich beeinflusst, wird auf die Beschäftigungsstruktur der Insel zurückgeführt.
Der Abstand von mehr als einem Prozentpunkt zum kanarischen Durchschnitt macht die Situation am Arbeitsmarkt der Sonneninsel deutlich. Gran Canaria ist überdurchschnittlich stark vom Tourismus abhängig, der zwar sinkende Zahlen, jedoch mehr Arbeitskräfte meldet. Dieses Paradoxon hat einen Grund:
Arbeitslosigkeit auf den Kanaren geht zurück
Der Vergleich der ISTAC- und Arbeitslosen-Zahlen zeigt im Sommer regelmäßige Schwankungen. Nach dem Ende der Wintersaison gehen zahlreiche Saisonarbeiter zunächst wieder in die Arbeitslosigkeit über. In den Sommermonaten werden dann wieder überdurchschnittlich viele Stellen geschaffen. Der Herbst erlebt oft einen ähnlichen Trend, bevor die Kanaren dann im Winter wieder das beliebteste Reiseziel Spaniens werden und zahlreiche Arbeitskräfte benötigen.
Zwar gingen die Tourismuszahlen zuletzt erneut leicht zurück, doch die Inseln benötigen dort immer mehr Personal. Das liegt an zwei Trends. Zum einen gab es eine Verschiebung des einst nahezu reinen Hotel-Tourismus auf den Kanaren in private Ferienwohnungen, was neue Sektoren und Arbeitsmöglichkeiten schuf.
Der zweite Trend liegt in höheren Preisen begründet. Dies führt zu kürzeren Aufenthalten, da viele Reiseanbieter die Preise niedrig halten möchten und dazu auch die Tage vor Ort nach unten schrauben. Bleiben Besucher kürzer, entsteht mehr Wechselaufwand, was Personal bindet, beispielsweise Reinigungskräfte.
Dass touristisch stark frequentierte Inseln nun einen deutlichen Rückgang der Arbeitslosigkeit melden, bestätigt diesen Trend. Der wiederum hat jedoch Folgen für Arbeitgeber:














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