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Montag, 21. September 2026
La Palma

Trotz Milliarden-Angebot: Absage für TMT-Gigaprojekt auf La Palma

Das Milliardenangebot für das Riesenteleskop auf La Palma ist gescheitert. Dennoch soll die Kanaren-Insel Zentrum der Wissenschaft sein.
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  • Die Partner des Thirty Meter Telescope lehnten Spaniens Milliardenangebot für den Bau auf La Palma ab.
  • Das Angebot umfasste bis zu einer Milliarde Euro, davon 400 Millionen vom CDTI und 600 Millionen als Darlehen von EIB und ICO.
  • Das IAC will den Roque de los Muchachos als Astronomiestandort erhalten und andere Forschungsanlagen nach La Palma holen.
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Es sollte das Prestige-Projekt der Wissenschaft auf den Kanarischen Inseln werden. Doch die Partner des «Thirty Meter Telescope» (TMT) haben Spaniens Milliardenangebot für La Palma abgelehnt. Der Exekutivdirektor der Betreibergesellschaft TMT International Observatory (TIO) erteilte dem Institut für Astrophysik der Kanarischen Inseln (IAC) und dem Wissenschafts-Ministerium am Freitag eine Absage. Die Mitglieder hätten den nötigen Konsens nicht erreicht, hieß es darin. Das IAC veröffentlichte die Absage am Montag in einer entsprechenden Mitteilung.

Das Ministerium legte den Vorschlag am 29. Juli vor. Er sah eine Finanzierung von bis zu einer Milliarde Euro für den Bau des Riesenteleskops am Roque-de-los-Muchachos-Observatorium (ORM) vor. 400 Millionen Euro sollten vom Zentrum für technologische Entwicklung und Innovation (CDTI) kommen. Ziel war eine Beteiligung am Kapital des Projekts. Weitere 600 Millionen Euro sollte ein Darlehen abdecken, an dem sich die Europäische Investitionsbank (EIB) und die staatliche Förderbank ICO beteiligen.

Eine Prüfung durch die Mitglieder der Organisation brachte jedoch nicht den nötigen Konsens. Damit leitet das TIO die Schritte für einen kurzfristigen Baubeginn am Roque de los Muchachos nicht ein. Somit enden rund zehn Jahre gemeinsamer Arbeit vorerst ohne Ergebnis. Das IAC plant jedoch weitere, ähnlich gelagerte Projekte auf dem Berg auf La Palma.

Die Geschichte des TMT-Milliardenpakets

Die Milliarden-Finanzierung entstand in mehreren Schritten. Im Jahr 2025 gab Spanien unter Federführung des Wissenschaftsministeriums ein erstes Angebot ab. Es sah 400 Millionen Euro über das CDTI für den Bau des Teleskops auf La Palma vor. Die offenen 600 Millionen Euro wurden durch Gespräche von Ministerium und CDTI mit der Europäischen Investitionsbank organisiert.



In enger Abstimmung mit dem TIO-Personal sowie den europäischen Institutionen legte das Ministerium im Juli dieses Jahres das Gesamtangebot vor. Der Finanzbedarf des Projekts war damit vollständig gedeckt. Dennoch kam es nun zur Absage.

Weltraum-Wissenschaft: Rückhalt auf La Palma und den Kanaren

Die Institutionen der Kanaren zeigten im Rahmen des Projekts starken Zusammenhalt und eine klare Einigung für La Palma. Dessen Inselverwaltung sowie die Regierung der Kanaren und die Universität von La Laguna wurden schnell als Wunschpartner vorgestellt. Das IAC bedankte sich bei der Bevölkerung von La Palma und der Kanarischen Inseln allgemein. Die Aufnahmebereitschaft für dieses, aber auch für andere Forschungsprojekte mache die Kanaren zu einem weltweit einzigartigen Standort für die Astronomie, hieß es.

Der Roque de los Muchachos soll laut IAC trotz der jüngsten Absage als attraktiver Standort erhalten bleiben. Der Berg sei einer der besten astronomischen Standorte der Welt, hieß es weiter. Daher werde das Institut an der wissenschaftlichen und technischen Entwicklung der Sternwarte festhalten und versuchen, andere international bedeutende Forschungsanlagen nach La Palma zu locken. Dazu würden beispielsweise die mittelgroßen Teleskope des Teleskopverbunds Cherenkov Telescope Array Observatory (CTAO) und das Europäische Sonnenteleskop (EST) gehören. Das IAC möchte Spanien damit eine führende Position in der Astronomie der Zukunft sichern.

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