Das Anaga-Gebirge lässt Besucher in die beeindruckende Flora und Fauna der Insel eintauchen. Das besondere Inselklima bietet seltenen Pflanzen und Tieren beste Bedingungen. Das geschützte Gebiet zeigt, dass die Insel für jeden etwas zu bieten hat. Das Gebirge gehört zu den grünsten Punkten der Insel und bringt Besucher zum Staunen.
Reiseführer Anaga-Gebirge auf Teneriffa
Das Anaga-Gebirge wird oft als Hawaii Europas beschrieben, was unter anderem an den beeindruckenden Felsklippen liegt. Ein Besuch der Region ist wie das Eintauchen in eine andere Welt. Das satte Grün lässt alles in einem einzigartigen Glanz erstrahlen.
Der Weitblick über das grüne Anaga-Tal

Wer Anaga an einem Tag erleben möchte, sollte am Mirador de Jardína beginnen. Um den Startpunkt zu erreichen, gibt es mehrere Möglichkeiten: Mit dem Auto, mit dem Bus oder, wer lieber wandern möchte, zu Fuß. Schon wer die ersten Höhenmeter zu Fuß erklimmt, glaubt, in einen Dschungel einzutauchen. Es warten jegliche Art von Grüntönen sowie Eukalyptusbäume, eine Vielfalt von bunten Blumen wie die rote Spornblume oder die Inkalilie.

Die Schmetterlinge, wie der Kleopatrafalter mit leuchtenden gelben und grünen Farben, sind auf dem Anstieg treue Wegbegleiter. Sie spiegeln die Leichtigkeit der Natur. Der Aufstieg wird mit einem Weitblick über das Tal belohnt. Auf der einen Seite liegen eine Bergkette und das Meer, auf der anderen reicht die Sicht bis weit über das Land. Bei gutem Wetter ist sogar der Teide in weiter Ferne zu sehen.
Wer nun die Wanderlust spürt, kann von dort zum nächsten Aussichtspunkt laufen. Der Anstieg zum Mirador Cruz del Carmen ist jedoch nicht zu unterschätzen. Ansonsten gibt es dort auch eine Bushaltestelle und Besucherparkplätze.
Anaga-Gebirge: Bergterrasse im Lorbeerwald
Beim Mirador Cruz del Carmen befinden sich auch das Besucherzentrum und ein Restaurant. Diejenigen, die die Wanderroute wählen, begeben sich auf den Weg durch die mystischen Lorbeerwälder. Bei dem Anblick dieser verschlungenen Bäume und dem Schattenspiel, das die Sonne auf den Waldboden wirft, wird schnell klar, wie Märchen und Fantasiegeschichten entstehen.

Nach diesem steilen Weg wartet der nächste atemberaubende Ort: Am Mirador Cruz del Carmen stehen Besucher auf einer Terrasse, die das Panorama in seinem vollen Ausmaß zeigt. Diese Szenerie lässt sich auch umgekehrt erleben, denn wer die Anreise mit dem Bus oder Auto wählt, sieht zuerst die Aussicht und begibt sich dann in den magischen Lorbeerwald. Dort gibt es verschiedene Wege.

Das darauf folgende Ziel ist Taganana. Um dorthin zu gelangen, ist die schnellste Option, mit dem Auto die TF-12 zu wählen. Wer lieber den Bus nehmen möchte, hat zwei Optionen. Mit der Linie 076 nach Casa Forestal und von dort aus 50 Minuten zu laufen oder zurück nach Santa Cruz zu fahren und von dort aus mit Linie 946 nach Taganana zu fahren. Wanderbegeisterte können den Weg auch komplett erlaufen. Die Entfernung beträgt etwa acht Kilometer.
Taganana, idyllisches Bergdorf an der Küste
Taganana zeigt das Anaga-Gebirge von einer ganz anderen Seite. Dort steht eindeutig die atemberaubende Natur im Vordergrund. Das kleine verschlafene Dorf liegt an der Küste, eingebettet in die Gebirgskette. Das Meer ist immer in unmittelbarer Sicht und sein Salz liegt in der Luft. Faszinierende Drachenbäume und Palmen zieren die Straßen und die Spitzen der Berge wachen schützend über alles.

Ein Wanderweg mit Startpunkt im Ortskern erstreckt sich entlang der Küste. Hinter jeder Ecke wartet ein anderes Naturschauspiel. Eine grüne Oase, die das Gefühl vermittelt, Besucher befinden sich im Dschungel oder auf einer unbewohnten Insel, gespickt mit Felsen, die aus dem Wasser ragen, und Steilklippen, die im türkisblauen Meer enden. In den Gebüschen verstecken sich die typisch kanarischen Eidechsen und verfolgen wachsam jeden Schritt. Pflanzen jeglicher Art stehen in voller Blüte am Wegrand. Bienen und Libellen begleiten Wanderer auf ihrem Weg.

Die Geschichte des Anaga-Gebirges auf Teneriffa
In Anaga übernahmen die Kirche und ihre Anhänger im 15. Jahrhundert nach der Eroberung durch die Spanier viele Ländereien. Die Landwirtschaft war viele Jahrhunderte die wichtigste Lebensgrundlage für die Bewohner von Taganana.
Die Berghänge, die sich wie Terrassen von den Gipfeln bis zu den Küsten erstreckten, boten eine große Fläche zur Anpflanzung. Es wurden vor allem Getreide, Kartoffeln, Süßkartoffeln, Zuckerrohr und Gemüse angebaut. Nachdem der Weinbau immer bedeutender wurde, ersetzte dieser den früheren Anbau. Bis heute prägen die terrassenartigen Hänge die Region von Taganana.
Playa Benijo: Teneriffas schönste Sonnenuntergänge

Wer noch einen der wildesten Strände der Insel sehen möchte, kann mit dem Bus 946 oder mit dem Auto weiter zum Playa de Benijo fahren. Am Fuße des Gebirges liegt dieser schwarze Strand. Dort erheben sich gigantische Felsen aus dem Wasser und bei Sonnenuntergang wird alles in goldenes Licht getaucht, was dem Ganzen eine besonders warme Stimmung verleiht. Für den Rückweg bietet sich die Buslinie 946 an, die zurück nach Santa Cruz fährt. Die Playa de Benijo wird jedoch regelmäßig geschlossen, da nach Sturm die Hänge abrutschen können und das Meer den Strand komplett überspült. Eine Sperrung bedeutet Lebensgefahr und sollte ernst genommen werden.
Das Anaga-Gebirge ist ein Ort voller Überraschungen. An jeder Ecke wartet etwas Neues zum Staunen. Die abwechslungsreiche Natur und Pflanzenwelt ist einzigartig und die Szenerie macht nahezu jede Stelle des Gebirges wunderschön.
















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