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- Der Verband der Zimmermädchen auf den Kanaren plant einen spanienweiten Generalstreik im Tourismus.
- Die Beschäftigten fordern vor allem einen Vorruhestand ab 58 Jahren und strengere Regeln für Subunternehmen.
- Konkrete Streiktermine stehen bislang nicht fest.
Der Verband der Zimmermädchen auf den Kanarischen Inseln plant einen Generalstreik. An der Arbeitsniederlegung sollen sich spanienweit Gewerkschaften und Reinigungspersonal beteiligen. Gefordert werden bessere Bedingungen und ein klarer geregelter Ausstand in die Rente.
Die Entscheidung, zum Generalstreik aufzurufen, wurde am Dienstag auf Teneriffa gefällt. In Adeje, dem touristischen Zentrum der größten Kanaren-Insel, wurde der Aufruf einstimmig angenommen.
Gefordert wird neben den Verbesserungen der Arbeitsbedingungen vor allem ein Vorruhestand. Begründet wird dieser durch die jahrelange körperliche Anstrengung. Diese mache ein Recht auf frühzeitige Rente unumgänglich, hieß es am Dienstag. Um der Forderung mehr Gewicht zu verleihen, werden nun weitere Gewerkschaften zum Streik aufgerufen. Damit könnte von den Kanaren aus ein landesweites Hotel-Chaos herrühren.
Kanaren: Zimmermädchen fordern Spanien-Generalstreik
Laut Gewerkschaften sei ein Erfolg nur dann möglich, wenn sich spanienweit Reinigungskräfte anschließen. Dazu sollen nicht nur Mitarbeitende aus Hotels, sondern auch aus anderen Beherbergungsbetrieben mobilisiert werden. Dies könne den Dienstleistungs-Part im Spanien-Tourismus tageweise zum Erliegen bringen.
Als Hauptforderung steht im Raum, dass die Vergabe des Reinigungsdienstes an Subunternehmen mindestens streng geregelt, bestenfalls sogar komplett untersagt wird. Der Vorwurf lautet, dass damit der Mindestlohn untergraben werde. Diese Einschränkung ist das Ergebnis von Streiks in der Provinz Santa Cruz de Tenerife. Sie gilt damit für alle westlichen Kanaren-Inseln. Eine solche Regelung sei kanaren- und spanienweit wünschenswert, hieß es.
Außerdem müsse die Öffentlichkeit auf die Belastung des Personals aufmerksam gemacht werden. Der Druck in der Reinigungsbranche sei immens. Nicht nur die körperliche, auch die seelische Belastung nehme kontinuierlich zu. Durch immer höhere Mieten müssen viele Arbeiter weiter weg ziehen. Dadurch verlängern sich Anfahrtszeiten zum Arbeitsplatz. Außerdem herrsche dauerhaft latente Zukunftsangst.
Kanaren: Zimmerservice fordert Hub-Betten für weniger Rückenprobleme
Um nach Jahrzehnten harter körperlicher Arbeit und mentaler Beanspruchung den gerechten Lohn zu erhalten, sei ein Vorruhestand, mindestens jedoch ein Arbeitsteilzeit-Modell unerlässlich, hieß es am Dienstag. Gefordert wird ein optionaler Vorruhestand ab 58 Jahren. Außerdem sollen neue Betten mit einer Ausfahr-Funktion versehen werden, so dass das Reinigungspersonal weniger Zeit gebückt arbeiten müsse.
Aktuell sei die Branche untätig. Man wisse zwar von der hohen Belastung, unternehme jedoch nichts. Aus diesem Grund seien solidarische Arbeitsniederlegungen in touristisch relevanten Zeiten unerlässlich. Konkrete Streik-Termine gibt es bislang nicht.
















«Kanaren-Zimmermädchen wollen Spanien-Tourismus lahmlegen»
Less is more…
Gut für die Hotelkräfte, dass sie auf sich achten und die Wertschätzung ihrer Gesundheit vom Arbeitgeber einfordern. Das ist richtig und mutig. Und als Tourist: kein Drama. Handtücher können locker mal ein paar Tage benutzt werden und ein Hotelzimmer kann ich auch sauber halten bzw. auf Ordnung achten und das Bett machen. Da braucht es keinen täglichen Zimmerservice. Hab ich zu Hause ja auch nicht. Es entlastet jeden Bereich, wenn man als Tourist mit dem Hotel „Hand in Hand“ geht. Weniger Wasser wird verbraucht, wenn weniger Wäsche anfällt, was wiederum weniger Abwasser produziert, das das Meer oft belastet. Die Mitarbeiter sind glücklich, wenn sie das Zimmer nur kurz mal durchkehren und die sanitären Anlagen reinigen müssen, anstatt einen Saustall aufzuräumen, weil man als Tourist vielleicht der Ansicht ist: „Das Zimmermädchen macht das schon, ist ja ihr Job.“
Daumen hoch für die Hotelbelegschaft!