Claudia Tacoronte Aguilera aus Santa Brígida auf Gran Canaria ist in Mexiko ermordet worden. Die 21-jährige Studentin starb am Samstag in Cuautla im Bundesstaat Morelos. Dort hatte sie seit etwa einem Monat ein Austauschprogramm an der Autonomen Universität des Bundesstaats Morelos (UAEM) absolviert. Der Fall wurde am Montag bekannt.
Nach ersten Hinweisen und Zeugenaussagen stach ein Angreifer sie in der Nähe der Casa de la Cultura in Cuautla, rund 100 Kilometer südlich von Mexiko-Stadt, bei einem Raubversuch nieder. Andere Darstellungen schildern, der Angreifer habe sie mit einer Stichwaffe attackiert, als sie zu fliehen versuchte. Auch ein Femizid wird derzeit nicht ausgeschlossen.
Das bestätigte der zuständige Staatsanwalt Fernando Blumenkron. Die Gouverneurin von Morelos, Margarita González Saravia, sagte zudem: «Die Staatsanwaltschaft des Bundesstaats hat die Ermittlungen aufgenommen und die entsprechenden Protokolle aktiviert. Diese Institution wird die Umstände des Geschehens und gegebenenfalls die Verantwortlichkeiten im Verlauf der Untersuchung feststellen.»
Schweigeminuten an Universitäten in Granada und Las Palmas
Die Universität Granada, an der Tacoronte im vierten Jahr Frühkindliche Bildung studierte, rief für Montag um 11 Uhr eine Schweigeminute aus. In einem Kommuniqué sprach die Hochschule von ihrer schärfsten Ablehnung und uneingeschränkten Verurteilung der Tat und sicherte der Familie Beileid und Solidarität zu. Eine Schweigeminute hielt auch die Universität Las Palmas de Gran Canaria (ULPGC) ab. Dort war die Studentin für ein Jahr eingeschrieben, bevor sie nach Granada wechselte.
Die Gasthochschule UAEM äußerte in einer Mitteilung tiefe Empörung über den Tod der Studentin und verlangte von der Staatsanwaltschaft eine sofortige und gründliche Untersuchung mit Genderperspektive. Ihr Beileid richtete die Universität an die Familie, die Freunde und Kommilitonen, an die Universität Granada sowie an die spanische Regierung und Gesellschaft.
Gran Canaria: Engagement der ermordeten Studentin in Santa Brígida
Vor ihrem Wechsel nach Granada hatte Tacoronte die Sekundarschule IES Nelson Mandela in Tafira besucht. Die junge Frau wohnte in El Monte, einem Ort in der Gemeinde Santa Brígida.
In ihrer Heimatgemeinde beteiligte sie sich intensiv an den Angeboten der Jugendabteilung der Stadtverwaltung von Santa Brígida. Als Freiwillige half sie auf La Palma nach dem Ausbruch des Vulkans am Cumbre Vieja. Zudem gehörte die junge Frau zur Pfadfindergruppe Scouts de Santa Brígida und kam nach der Pandemie zurück, um den Verein in einer schwierigen Phase wieder aufzubauen.
















«Junge Studentin aus Gran Canaria in Mexiko ermordet»
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