Ein Waldbrand mit sieben Brandherden hat sich am Donnerstag zwischen Telde und Valsequillo auf Gran Canaria ausgebreitet. Die Stadtverwaltung von Telde verortete alle sieben Punkte unter einer Stromleitung nahe der Straße GC-130 zwischen Cazadores und La Breña.
Der erste Alarm ging um 17.08 Uhr beim Koordinierungszentrum für Notfälle ein, ein weiterer um 17.15 Uhr. Die Inselverwaltung von Gran Canaria setzte mehrere Löschteams ein und forderte Verstärkung an. Um 19.15 Uhr galt das Feuer als stabilisiert. Der Direktor des Zivilschutzes von Gran Canaria, Carlos Velázquez, sagte am Freitag, dass es keine Flammen mehr gebe, das Areal dennoch weiter engmaschig untersucht werde, um ein erneutes Aufflammen zu verhindern.
Über den Grund des Feuers auf Gran Canaria wird derzeit spekuliert, nicht zuletzt, da der Bürgermeister von Telde mit einer Anmerkung für Aufsehen sorgte:
Waldbrand auf Gran Canaria: Grund noch ungeklärt
18.31h | ACTUALIZACIÓN | INCENDIO EN LA CUMBRE DE TELDE
🚁 La Unidad Operativa de Fuegos Forestales actúa en la zona realizando descargas de agua sobre los focos.
Se solicita a la ciudadanía que no se acerque a la zona afectada para facilitar el trabajo de los SES. pic.twitter.com/rhibRy5OQf
— Ayuntamiento de Telde (@Ayun_Telde) July 23, 2026
Zunächst meldeten die Behörden drei Brandherde, später dann vier sichtbare Rauchsäulen. Später wurde die Zahl der Herde nach oben korrigiert. Die Ursache stand am frühen Freitagmorgen noch nicht offiziell fest. Nach Angaben der zuständigen Stellen blieb unklar, ob jemand das Feuer absichtlich gelegt hat oder ob der Wind bei der Entstehung eine Rolle spielte.
Der Bürgermeister von Telde, Juan Antonio Peña, bezeichnete das Gebiet als historisch brandgefährdet. Der Politiker nannte inzwischen sieben Brandherde und bezeichnete diesen Umstand als „auffällig“. Während diese Aussage Brandstiftung suggerierte, vermuteten Anwohner in sozialen Netzwerken eher eine Störung an der Stromleitung, da mehrere Feuerstellen gleichzeitig und mit Abstand voneinander auftraten.
Wind trieb Waldbrand auf Gran Canaria in den Mittellagen an
Die Inselverwaltung von Gran Canaria teilte mit, dass „sich die Flammen durch den Wind rasch ausbreiteten“. Den Rauch sahen Anwohner von einem großen Teil der Brandzone an der Ostseite der Kanaren-Insel aus, unter anderem von El Ejido in Telde, vom Cruce de Arinaga und aus Vecindario in Santa Lucía de Tirajana.
🔥 El incendio forestal declarado en Cazadores queda controlado tras el intenso trabajo de los efectivos durante la noche
🚒 El CECOPIN confirma que las cuadrillas continúan con las labores de remate, enfriamiento y vigilancia del perímetro para evitar posibles reproducciones. pic.twitter.com/uiyLPIWWK9
— Ayuntamiento de Telde (@Ayun_Telde) July 24, 2026
Im Einsatz waren die Feuerwehr des Notfallkonsortiums von Telde und Arinaga, die Policía Local von Telde sowie der Notfalldienst von Gran Canaria. In dem Gebiet arbeitete zudem der Löschhubschrauber „Lima India 32“, der nicht nur Wasser abwarf, sondern auch immer wieder den Radius des Feuers neu bewertete. Später wurde ein zweiter Löschhubschrauber dazu beordert. Zerstört wurden nach bisherigem Kenntnisstand bis zu zehn Hektar Fläche.
Die Bodentruppen fuhren vorrangig über die Straße El Ejido an. Die Inselverwaltung, die Stadtverwaltung von Telde und die Einsatzdienste forderten die Bevölkerung auf, die Brandzone zu meiden, auch nach den Löscharbeiten.
Wie viele der gemeldeten Punkte tatsächlich eigenständige Brandherde waren, ist noch nicht abschließend geklärt. Für Gran Canaria galt zum Zeitpunkt des Einsatzes eine Vorwarnstufe wegen hoher Temperaturen und Wind. Die Waldbrand-Brigade BIIF wurde für die weiteren Ermittlungen mit der Suche nach dem Haupt-Entstehungspunkt des Feuers auf Gran Canaria betraut.
















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