Seit Anfang Juli ist die Zahl der auf den Kanaren registrierten Ladepunkte für Elektroautos beinahe auf das Doppelte gestiegen. Mit Stand von Donnerstag wurden 3160 Ladesäulen gemeldet. Das sind 99 Prozent mehr als noch am 9. Juli.
Allerdings ist die Verteilung dieser Ladestationen für E-Autos alles andere als gleichmäßig. Auf die Provinz Las Palmas, also die Kanaren-Inseln im Osten des Archipels, entfielen 1958 Ladepunkte. In der Provinz Santa Cruz de Tenerife, also auf den westlichen Inseln, sind es 1202. Damit stehen knapp zwei Drittel der Ladesäulen auf Gran Canaria & Co.
Wie viele der Punkte tatsächlich Strom liefern, lässt sich aus der Registerzahl nicht ablesen. Denn ein Teil der Anlagen auf den Inseln ist zwar fertig gebaut, kann jedoch gar nicht ans Stromnetz angeschlossen werden.
Infrastruktur für E-Autos auf den Kanaren teilweise zu schwach
Das Delta zwischen Errichtung und Regelbetrieb bremst den gesamten Ausbau der E-Mobilität auf den Inseln massiv. Auch das ist ein Grund dafür, dass noch im Juli nur jeder zwölfte angemeldete Neuwagen auf Teneriffa vollelektrisch fuhr.
Der Branchenverband Fredica nannte im Mai vergangenen Jahres drei Gründe für die schwachen Verkaufszahlen reiner Elektroautos auf den Kanaren: hohe Preise, eine unzureichende Ladeinfrastruktur und zu geringe Förderungen.
Das Problem: Das Netz vieler Regionen der Kanarischen Inseln gilt als zu fragil, um mehr Strom zu transportieren. Ladesäulen wurden zwar auch in einigen dieser Gemeinden gebaut, beispielsweise um Förderungen nicht zu verpassen, doch rein kapazitär können sie derzeit gar nicht ans Netz gehen. Bereits Anfang 2025 wurde das Netz als zu schwach eingestuft, um eine größere Zahl neuer Elektrofahrzeuge regelmäßig laden zu können.
Dennoch ist der nun gemeldete Wert für einige Regionen erheblich: Auf Fuerteventura nahm die Inselverwaltung im Januar vier neue Ladestationen in Betrieb und kam so auf gerade einmal 16 aktive öffentliche Ladepunkte. Vor diesem Hintergrund ist der jüngste Sprung auf 3160 Ladesäulen ein wichtiger Schritt für die Kanaren.
















«Kanaren verdoppeln registrierte Ladepunkte für E-Autos»
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