Auf La Palma ist die fünfte Runde der Notfall-Mietbeihilfen freigegeben worden. Zuständig ist das Kanarische Wohnungsinstitut. Die Beihilfen sollen Haushalte unterstützen, die infolge des großen Vulkanausbruchs von 2021 ihre Häuser oder Wohnungen verloren haben.
Das geht aus einer Veröffentlichung im Amtsblatt der Kanaren, dem BOC von Freitag, hervor. Die Zahlungen sind zur Deckung der Miete für Ersatzwohnraum gedacht. Aus der Bekanntmachung geht allerdings nicht hervor, wie hoch die Gesamtsumme ausfällt, wie viele Haushalte in Summe Geld erhalten und bis wann Anträge möglich sind.
Die Kanaren-Regierung gibt diese Soforthilfen inzwischen zum fünften Mal frei. Dies zeigt, dass die Lage auf der westlichen Insel weiter angespannt ist: Der Bedarf an Wohnraum für Betroffene ist noch immer nicht vollständig gedeckt.
Kanaren helfen Vulkan-Opfern auf La Palma
Die Zahlungen laufen damit weiter als Nothilfe und nicht als Teil eines abgeschlossenen Wiederaufbaus. Der Beschluss steht dabei nicht für sich. Er ist Teil einer Reihe von Entscheidungen, die die Regional-Regierung zuletzt über ihr Amtsblatt bekannt gab.
Zuletzt ging es dabei unter anderem um die touristische Aufwertung von Costa Teguise und Playa Blanca auf Lanzarote. Beim Wohnraum setzt die Verwaltung parallel noch an anderer Stelle an und plant, Baugenehmigungen auf den Kanaren künftig schneller zu erteilen.
Auf La Palma hatte sich am 19. September 2021 der Boden am Cumbre Vieja an mehreren Stellen geöffnet. Innerhalb von 85 Tagen entstand bis zum 13. Dezember der neue Vulkan «Tajogaite». Mehr als 2500 Gebäude wurden von Lavaströmen begraben. Viel Infrastruktur wurde für immer bedeckt. Das Gebiet gilt inzwischen zwar als geologische und touristische Attraktion, doch Anwohner, die beim Vulkanausbruch auf La Palma alles verloren haben, leiden noch immer unter den Nachwirkungen.
















«So hilft La Palma den Vulkanausbruch-Opfern bis heute»
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