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Uber startet Taxi-Alternative auf Teneriffa – Gran Canaria soll folgen


Die Taxi-Alternative Uber startet auf den Kanarischen Inseln. Zunächst gibt es den Fahr-Dienst in Teilen Teneriffas. So soll es weitergehen.

Von Juan Martín Lesedauer: 3 Minuten

Benötigt werden ein Smartphone und eine Kreditkarte. Dann ist eine Fahrt günstiger als mit dem Taxi. So lautet das Versprechen von Uber. Der Fahrdienst hat das Taxi-Geschäft revolutioniert. Jetzt ist das Unternehmen auch auf den Kanarischen Inseln angekommen.

70.000 Menschen haben im vergangenen Jahr auf Teneriffa versucht, ein Taxi über die Uber-App zu rufen. Das Unternehmen hat das registriert. Seit dieser Woche gibt es Uber nun auf der größten Kanaren-Insel.

Der Service wird vorerst in vier Gemeinden angeboten: Granadilla de Abona, Arona, Adeje und Guía de Isora. Damit gehört auch der Süd-Flughafen zum Einsatzgebiet. Aus diesen Gemeinden können sich Fahrgäste auf die ganze Insel bringen lassen, also beispielsweise auch in den Norden Teneriffas.

Kanaren-Start: Wir funktioniert Uber?

Das geht denkbar einfach. In der Smartphone-App werden Startpunkt und Ziel ausgewählt. Außerdem der Zeitpunkt, wenn die Fahrt später starten soll. Es erscheint ein Festpreis. Wird der vom Fahrgast angenommen, geht die Anfrage an alle Fahrer in der Nähe. Nimmt einer davon die Fahrt an, sieht der Kunde direkt, wo sich der Fahrer befindet und wann er eintreffen wird. Nach Fahrtende wird der vereinbarte Fahrpreis von der Kreditkarte abgebucht. Alles geschieht transparent und einfach, verspricht Uber.

Neben dem reinen Taxi-Geschäft, git es mit “Uber Black” auch einen Limousinenservice. Wer also in einem Auto der gehobenen Klasse eine Insel-Tour plant, kann auch diese über die App buchen. Damit wird Uber nicht nur zur Taxi-, sondern auch zur Mietwagen-und Bus-Konkurrenz.

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Uber auf den Kanaren: So werden normale Taxi-Fahrer zur Mitarbeit gebracht

Für diesen Service betreibt das Unternehmen zum Start 30 Limousinen. Das Taxi-Geschäft hingegen wird den bestehenden Fahrern überlassen. Sie können sich registrieren und mit ihrem Fahrzeug künftig neben den normalen Taxameter-Touren auch als Subunternehmer für Uber arbeiten.

Um zu Beginn viele Fahrer anzulocken, erhalten diese bis Ende August 300 Euro Provision, wenn sie sich als Uber-Fahrer registrieren. Außerdem müssen sie in diesem Zeitraum keine Vermittlungsprovision abdrücken und nach Durchführung der 25. Fahrt für Uber winkt ein Bonus von weiteren 150 Euro. Auf diese Weise dürfte das Unternehmen zügig Interessenten anlocken. Die wiederum füttern Uber dann ab September mit Provisionen für jede erfolgreiche Vermittlung.

Teneriffa für Uber besonders spannend, Gran Canaria soll folgen

Dass Uber ausgerechnet auf Teneriffa startete, lag neben der in der Vergangenheit gemessenen Nachfrage auch an den steigenden Besucherzahlen auf der größten Kanaren-Insel.

Zum weiteren Wachstum sagt der für Spanien und Portugal zuständige Uber-Chef Felipe Fernández: “Jetzt werden wir die Entwicklung sowohl der Anzahl der Touren als auch der Zahl der Fahrer, Taxis und des Nutzerinteresses analysieren, um später den Sprung auf die gesamte Insel und nach Gran Canaria zu wagen.” Auf Teneriffa könnten also auch die Metropolregion und der Norden erschlossen werden, während die touristische Nachbarinsel ebenfalls im Fokus des Fahrdienstes steht.

Kanaren-Gesetz hat Uber lange Zeit abwarten lassen

Auf Teneriffa gibt es derzeit 2350 Anträge für VTC-Lizenzen. Die ist auf den Kanraen für privat zugelassene Fahrzeuge, die gewerblich Personen transportieren möchten, Pflicht. Die EU ist bereits auf diese Sonderregelungen der Kanaren aufmerksam geworden und möchte sie ändern. Auch Uber stockte aufgrund dieser Beschränkung.

Der Präsident Teneriffas, Pedro Martín, kündigte an, dass die Insel-Verwaltung die Vergabe und das zugehörige Gesetz prüfen werde. Ein Umstand, der auch Uber lange Zeit daran hinderte, auf die Kanaren zu expandieren. Denn in anderen Ländern können sich alle Personen mit einem gültigen Führerschein bei Uber als Fahrer registrieren.

Doch trotz des Gesetzes wollte das Unternehmen nicht länger warten und fokussierte sich entsprechend auf die bestehenden Taxi-Fahrer. “Wir haben monatelang daran gearbeitet”, sagte Fernández. Mit dem Start auf den Kanarischen Inseln zeigte sich der Spanien-Chef von Uber bisher sehr zufrieden. Der weitere Ausbau des Uber-Angebots auf den Kanarischen Inseln dürfte also nur eine Frage der Zeit sein.


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Juan Martín ist redaktioneller Mitarbeiter von Teneriffa News. Zu seinem Autorenprofil geht es hier.

Ihre Meinung

Kommentare zu:

Uber startet Taxi-Alternative auf Teneriffa – Gran Canaria soll folgen

  1. Michael Welz schrieb am

    Mit dem Taxi fahre ich noch einigermaßen beruhigt, bei den Uber-Wagen weiß ich nie, wer hinterm Steuer sitzt. Fahrpraxis usw. Warum sollten Taxis für Uber fahren? Nur um die Prämie zu kassieren? Uber ist genauso unsäglich wie Airbnb.

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