Die spanische Verkehrsbehörde DGT meldet bis Montag 31 Verkehrstote auf den Landstraßen der Kanarischen Inseln. Allerdings gehen die Zahlen weit auseinander. Während die Gesamtzahl sank, stieg sie in einer Region der Kanaren sogar.
Gran Canaria, Lanzarote und Fuerteventura verzeichneten mit 15 sogar einen Verkehrstoten auf Landstraßen mehr als im Vorjahreszeitraum. Im Westen der Kanaren ging die Zahl hingegen stark zurück, so dass in Summe auf den Inseln ein Rückgang verbucht wurde.
Auf Teneriffa, La Palma, La Gomera und El Hierro zählte die DGT 16 Todesopfer. Im Vorjahreszeitraum waren es 25. Das bedeutet ein Minus von 36 Prozent. Für die Kanaren insgesamt registrierte die DGT damit 31 Todesopfer nach 39 im Vorjahr, was ein Minus von 20,5 Prozent bedeutete. Bei den Unfällen mit Todesfolge steht ein Rückgang von 37 auf 30 zu Buche. Doch das ist nicht alles:
Kanaren: Landstraßen fordern mehr Todesopfer als Stadtverkehr
Die Statistik erfasst nur Unfälle auf Landstraßen. Zusammenstöße im Stadtverkehr fließen nicht ein. Als Verkehrstote werden dabei Personen gezählt, die binnen 24 Stunden nach dem Unfall ihr Leben verlieren. Im gleichen Zeitraum sank der landesweite Wert von 780 auf 754. Zuletzt kamen auf den Kanaren zwei weitere Todesopfer hinzu, je eines im Osten und im Westen.
Zuvor war die Zahl der Unfälle auf den Kanaren stark angestiegen. Der aktuelle Rückgang sorgt somit auch für eine statistische Umkehr. Zuletzt waren auf den Straßen der Kanaren mehr Todesopfer gezählt worden als auf dem Meer.
Die vollständige Jahresbilanz des Statistikamts der Kanaren für das Jahr 2024 zeigte zuletzt genau auf, wie sich die Zahl der Unfallopfer auf Stadt und Land verteilte: Damals registrierte die Behörde auf allen Straßen 3857 Unfälle mit Opfern, 69 Tote und 5401 Verletzte. 46 der Todesopfer starben auf Landstraßen, 23 im Stadtverkehr.
Dass es weniger Todesopfer gibt, wird auch auf immer sicherere Fahrzeuge zurückgeführt. Denn im Gegensatz zu den sinkenden Unfallzahlen steht beispielsweise an den Zählstellen der Inselverwaltung von Teneriffa ein stark steigendes Fahrzeug-Aufkommen zu Buche. Im Juli erfassten sie auf der größten Kanaren-Insel durchschnittlich 1,75 Millionen Fahrzeugbewegungen pro Tag. Den höchsten Wert zählte dabei eine Station in La Laguna im Norden Teneriffas mit durchschnittlich 111.000 Fahrzeugen am Tag.














«Kanaren melden weniger Verkehrstote, allerdings nur in einer Region»
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