Die Mietpreise auf den Kanaren sind im Juli erneut gestiegen. Der Quadratmeter kostet inzwischen durchschnittlich 15,50 Euro. Das geht aus dem Mietpreisindex des Immobilienportals „Idealista“ hervor. Demnach rangieren die Kanaren auf Platz vier der teuersten Regionen in Spanien. Im Vorjahresvergleich kletterte die Miete um 6,3 Prozent.
Für eine Wohnung mit 70 Quadratmetern Größe müssen Mieter auf den Kanarische Inseln inzwischen durchschnittlich 1085 Euro bezahlen. Der Wert basiert auf dem regionalen Durchschnitt. Die Studienmacher betonen ausdrücklich, dass es Schwankungen nach Insel, Gemeinde, Lage gebe. Auch die Ausstattung der Wohnung verändere den Preis erheblich.
Im Ranking der teuersten Regionen Spaniens lagen nur drei autonome Gemeinschaften höher als die Inseln. Dort stechen vor allem die Hauptstädte heraus.
Kanaren-Provinz teurer als der spanische Mietschnitt
Laut Studie liegt die Region Madrid mit 21,40 Euro weiter abgeschlagen auf Platz 1 der teuersten Regionen Spaniens. Es folgen die Balearen mit 20 Euro und Katalonien mit 16 Euro pro Quadratmeter. Direkt hinter den Kanaren liegt dann das Baskenland mit 15,10 Euro auf Platz 5.
Am günstigsten mietete es sich in Extremadura mit 7,80 Euro sowie in Castilla-La Mancha mit 8,90 Euro pro Quadratmeter. Nach Provinzen liegt Santa Cruz de Tenerife mit 15,60 Euro auf dem siebten Platz aller spanischen Provinzen, gleichauf mit Girona.
Nur fünf Provinzen waren demnach teurer als der Westen der Kanaren: die Region Madrid, die Balearen, Málaga mit 18,80 Euro, Barcelona mit 17,10 Euro und Gipuzkoa mit 16,30 Euro. Die östliche kanarische Provinz, Las Palmas de Gran Canaria, wird im Bericht nicht extra aufgeführt.
Kanaren: Moratorium bremst neue Ferienwohnungen
Bundesweit kletterte die Miete auf einen Rekordwert von 15,30 Euro pro Quadratmeter. Das bedeutete ein Plus von 6,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Anstieg auf den Kanaren fiel mit 6,3 Prozent zwar etwas schwächer aus als im Landesschnitt, dennoch lag der Endpreis auf den Inseln bereits höher als der nationale Durchschnitt. Zudem verzeichnete keine autonome Gemeinschaft im Juli einen Rückgang gegenüber dem Vorjahr.
Als Reaktion auf den knappen Wohnungsmarkt verabschiedete das kanarische Regionalparlament im November ein Gesetz zur Regelung touristischer Vermietung. Nach Angaben des kanarischen Statistikinstituts Istac sank die Zahl der registrierten Ferienwohnungen von 47.648 Objekten im Mai 2025 auf 38.337 ein Jahr später. Die Objekte sollen nach dem Willen der Politik wieder dem normalen Mietmarkt zugeführt werden.
Der Druck bleibt trotz des politischen Eingreifens hoch: Die Zahl der Ferienwohnungen sinkt zwar, die Mieten steigen jedoch weiter. Laut Istac stieg der Wohnungspreisindex auf den Kanaren im vierten Quartal 2025 um elf Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Die Verbraucherpreise legten im Juni 2026 um 3,4 Prozent zu.














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