Auf den Kanaren ist der Quadratmeterpreis für Immobilien auf einen neuen Höchstwert geklettert. Im Schnitt wurden im Mai 2516 Euro pro Quadratmeter fällig. Das sind 13,7 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Veröffentlicht wurden die Zahlen am Donnerstag in der Immobilienmarkt-Statistik der Vereinigung der Notare.
Der kanarische Wert liegt damit 467 Euro über dem spanischen Durchschnitt von 2049 Euro pro Quadratmeter. Er entspricht dem Preisniveau von Katalonien und markiert den vierthöchsten Wert im ganzen Land. Auch beim Tempo des Anstiegs liegen die Inseln klar über dem nationalen Mittelwert von 8,8 Prozent.
Im Vergleich der autonomen Gemeinschaften bedeutet das beim Preisanstieg Rang vier. Noch schneller stiegen die Immobilienpreise nur auf den Balearen mit 16,3 Prozent, in Castilla-La Mancha mit 15,4 Prozent und in Andalusien mit 14,4 Prozent. Das hat auch Auswirkungen auf den Kanaren-Markt:
Weniger Käufe, aber mehr Hypotheken auf den Kanaren
Die Zahl der Verkäufe ging auf den Kanarischen Inseln zurück: Im Mai wechselten 1959 Immobilien den Besitzer. Das waren 9,5 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Bei der Kreditvergabe zeigte sich trotz der sinkenden Transaktionszahl die gegenteilige Entwicklung. Die Hypothekendarlehen für den Wohnungskauf nahmen auf den Kanaren im Jahresvergleich um 1,1 Prozent zu.
Damit gehört die Inselgruppe zu sechs Gemeinschaften, in denen die Zahl der Hypotheken im Mai stieg. Mit Kredit finanziert wurden 54,8 Prozent der Käufe. Dieser Anteil liegt unter dem landesweiten Schnitt. Dort wurde für den Wohnungskauf unterm Strich ein Rückgang um vier Prozent verzeichnet, während der durchschnittliche Darlehensbetrag auf 181.976 Euro stieg.
Spanienweit betrachtet gingen die Immobilienverkäufe ebenfalls zurück. Die Notare des Landes meldeten 55.761 Käufe – und damit 11,8 Prozent weniger als im Vorjahr. Damit gehen die Verkäufe spanischer Immobilien bereits den achten Monat in Folge zurück. Die Käufe von Wohnungen sanken unterdessen um 14,1 Prozent. Bei Einfamilienhäusern betrug das Minus 4,7 Prozent.
Am kräftigsten fiel der Einbruch in der Gemeinschaft Valencia mit minus 35,8 Prozent aus. In Kantabrien wurde ein Minus von 19,7 Prozent verzeichnet.
Kanarische Inseln: Knappes Bauland und Tourismus treiben die Preise
Bereits im ersten Quartal des Jahres lag der Quadratmeterpreis für Wohnfläche auf den Kanaren laut Statistikamt ISTAC bei 2234 Euro, was einem Jahresanstieg von 13,6 Prozent entsprach. Gleichzeitig wird das Angebot knapper: Im März 2026 registrierte das ISTAC nur 182 fertiggestellte Wohnungen und damit 5,7 Prozent weniger als im Vorjahresmonat.
Verstärkt wird der Druck auf den Markt durch den einbrechenden Wohnungsneubau und den Ferientourismus. Laut kanarischem Tourismusregister sind auf den Inseln rund 72.700 Ferienunterkünfte mit zusammen etwa 309.000 Gästebetten eingetragen. Diese fehlen dem regulären Mietmarkt.














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