Die Immobilienpreise auf den Kanaren sind im zweiten Quartal um elf Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Das geht aus den Daten hervor, die das Nationale Statistikamt INE am Montag veröffentlichte. Im spanischen Durchschnitt legten die Preise für Wohnimmobilien sogar um 12,2 Prozent zu.
Auf Jahresbasis kletterten die Preise damit langsamer. Das Wachstum ging um sieben Zehntel-Punkte zurück. Zuletzt wurde im ersten Quartal 2025 ein so niedriger Wert erreicht, als ebenfalls «nur» 12,2 Prozent Wachstum gemeldet wurden.
Damit stiegen die Immobilienpreise auf den Kanaren im Jahresvergleich das 49. Quartal in Folge. Das ist eine Serie von gut zwölf Jahren. Das erste Quartal dieses Jahres schloss mit 12,9 Prozent ab, das Gesamtjahr 2025 mit durchschnittlich 12,7 Prozent. Beim Preis je Quadratmeter rissen die Kanaren sogar eine historische Marke.
Quadratmeterpreis auf den Kanaren erstmals über 3000 Euro
Mit elf Prozent Zuwachs bei den Immobilienpreisen bleiben die Kanaren zwar unter dem nationalen Durchschnitt, liegen jedoch weiterhin hoch. Schwächer stiegen die Preise nur in Katalonien mit 10,1 Prozent, im Baskenland mit zehn Prozent und in Navarra mit 9,5 Prozent, der einzigen Region ohne zweistelligen Zuwachs. Am stärksten verteuerten sich Wohnungen und Häuser in Ceuta mit 15,2 Prozent, in Asturien mit 15 Prozent sowie in Kastilien und León mit 14,8 Prozent.
Im zweiten Quartal kostete der Quadratmeter auf den Kanaren 3052 Euro und überschritt damit erstmals die Grenze von 3000 Euro. Auf dem Archipel hatte sich das Gefälle schon im ersten Quartal verschoben. Die Provinz Santa Cruz de Tenerife löste Las Palmas als teuerste Kanaren-Provinz für den Immobilienkauf ab. Mit 2264,70 Euro je Quadratmeter wurde ein Plus von 15,7 Prozent binnen eines Jahres verzeichnet.
Bestandsimmobilien wurden spanienweit 12,9 Prozent teurer. Das waren sechs Zehntel weniger als im Vorquartal und so wenig wie zuletzt vor einem Jahr. In den drei Quartalen davor betrug die Rate jeweils mehr als 13 Prozent. Neubauten kosteten 7,4 Prozent mehr als ein Jahr zuvor und damit 1,7 Punkte weniger als im Vorquartal. Das war die niedrigste Rate seit dem ersten Quartal 2023.
Als Hintergrund bewerten die Makler der Kanaren ein knappes Angebot bei weiterhin wachsender Nachfrage. Insbesondere für junge Menschen und Haushalte mit geringem Einkommen erschwert das den Alltag zunehmend.
Kanaren: Immobilienpreise steigen unbeirrt weiter
Gegenüber dem ersten Quartal stiegen die Preise um 3,4 Prozent, was ein Zehntel weniger als zuvor war. Bestandswohnungen wurden um 3,7 Prozent teurer. Das sind zwei Zehntel mehr als im Vorquartal und bedeutet zugleich den höchsten Wert seit dem zweiten Quartal 2025 mit 4,2 Prozent. Beim Neubau lag das Plus bei einem Prozent nach 3,5 Prozent im Vorquartal. Dabei wurde also der geringste Zuwachs seit dem dritten Quartal 2025 mit 0,6 Prozent verzeichnet.
Seit Jahresbeginn wurden Wohnimmobilien in Spanien um sieben Prozent teurer, Bestandsobjekte um 7,4 Prozent und Neubauten um 4,6 Prozent. Der Gutachterdienst «Tinsa» errechnete im zweiten Quartal ein Plus von 15,2 Prozent im Jahresvergleich. Das war der stärkste Anstieg seit Mitte 2006.












«49 Quartale in Folge: Kanaren-Immobilien werden immer teurer»
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