Die Wälder auf den Kanarischen Inseln sind trocken wie selten. Oft genügt schon ein Funke für einen riesigen Flächenbrand. Die Erinnerungen an den großen Waldbrand auf Teneriffa sind noch frisch, als 85 Tage lang die Wälder auf der größten Kanaren-Insel in Flammen standen. Genau das wollte ein Verdächtiger offenbar erneut provozieren.
Der Mann hatte doppelt Pech: Zunächst scheiterte sein Zündversuch. Zurück blieben verbrannte Vegetation und ein verkohlter Baumstamm – allerdings nur auf wenigen Quadratmetern. Dann wurde der mutmaßliche Brandstifter in Rekordzeit festgenommen.
Die Guardia Civil hat am Dienstag einen Mann nur eine Stunde nach dem Ausbruch eines mutmaßlich von ihm gelegten Feuers festgenommen. Zu diesem Zeitpunkt waren die Flammen zwar schon gelöscht, die Feuerwehr jedoch noch nicht einmal mit ihren Aufräumarbeiten fertig.
Waldbrand auf Teneriffa vereitelt
Die Flammen im Gebiet von San José de los Llanos bei Icod de los Vinos und El Tanque waren von Anwohnern gemeldet worden. Schnell rückte die Feuerwehr aus, um den Brand zu löschen. Das Feuer konnte unter Kontrolle gebracht werden, bevor es sich ausbreitete.
Zurück blieben lediglich verbrannter Reisig und ein schwarzer Baumstamm. Hätten sich die Flammen weiter ausgedehnt und die Baumkrone erreicht, wäre nach Feuerwehrangaben ein Flächenbrand wahrscheinlich gewesen.
Noch während sich die Wehrleute um den Brand kümmerten, brachten Anwohner und Zeugen die Guardia Civil auf die Spur des mutmaßlichen Täters. Nicht nur eine genaue Beschreibung, auch Hinweise zum Aufenthaltsort machten es den Ermittlern vergleichsweise leicht, den Mann aufzuspüren.
Schon knapp eine Stunde nach Beginn des Einsatzes konnte der Mann festgenommen und zur Wache gebracht werden. Dort wurden die Personalien festgestellt und eine Aussage aufgenommen. Den mutmaßlichen Täter erwartet nun ein Prozess wegen versuchter Brandstiftung im Wald von Teneriffa.
















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