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Donnerstag, 17. September 2026
Kanaren

Kanaren melden 19 Hitze-Tote in zehn Tagen

108 Todesfälle werden auf den Kanarischen Inseln direkt auf Hitze zurückgeführt. Allein in den vergangenen zehn Tagen kamen 19 Fälle hinzu.
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  • Das spanische Überwachungssystem MoMo führt in diesem Jahr 108 Todesfälle auf den Kanaren direkt auf Hitze zurück.
  • Allein in den ersten zehn Tagen des September kamen 19 Fälle hinzu, zwölf davon auf den westlichen Inseln.
  • Von den 108 Toten waren 103 älter als 65 Jahre. Als größtes Risiko gelten Vorerkrankungen.
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Der jüngste Fall zeigt die Auswirkungen der Kanaren-Hitze auf den Menschen. Auf Fuerteventura war eine Wanderin trotz Hitzewarnung am heißesten Tag der Woche zur Besteigung der höchsten Erhebung der Insel aufgebrochen. Oben angekommen, kollabierte die Frau. Jede Hilfe kam zu spät, sie verstarb noch vor Ort.

Das tägliche Überwachungssystem für die wetterbedingte Sterblichkeit, kurz MoMo, wird vom Gesundheitsinstitut Carlos III betrieben. Es registriert alle Todesfälle, die auf klimatische Einwirkungen zurückzuführen sind. Und die Zahlen sind alarmierend.

Im laufenden Jahr kamen 108 Personen ums Leben. Allein in den ersten zehn Tagen des September kamen 19 weitere Fälle hinzu, zwölf davon auf den westlichen Inseln. Und der Blick auf die Sommer-Daten gibt weiteres preis:

Kanaren melden mehr Todesfälle durch Hitze

Zwischen Anfang Juni und Mitte September meldete das System mit 55 Fällen mehr als die Hälfte der Gesamtzahl innerhalb von dreieinhalb Monaten. Von den 108 Betroffenen gehörten 103 der Gruppe der Über-65-Jährigen an.



In vielen Fällen, wie dem von Fuerteventura (mehr dazu am Textende verlinkt), war es ähnlich wie bei Todesfällen auf dem Wasser, Selbstüberschätzung. Anstrengende Aufstiege ohne Schatten bei Mittagshitze am heißesten Tag einer Hitzewelle überlasten viele Körper, nicht nur die von ungeübten Wanderern.

Selbstüberschätzung bei Hitze auf den Kanaren gefährlich

In der jüngsten Hitzewelle verzeichnete das System einen täglichen Anstieg der Fälle. Dennoch gilt der August als gefährlichster Monat. Allein Anfang August kamen laut MoMo-System neun Personen an einem Tag aufgrund von Hitzeeinwirkung ums Leben.

Die MoMo-Zahlen basieren auf Berechnungen. Einige Fälle, wie der von Fuerteventura, lassen klare Rückschlüsse auf Hitze zu. In anderen Fällen basiert das System auf medizinischer Einschätzung und statistischer Wahrscheinlichkeit. Als größtes Risiko gelten Vorerkrankungen, insbesondere bei älteren Menschen.

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